Häufig gestellte Fragen
Bild: SenMVKU (KI-generiert)
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Was zählt in Berlin eigentlich als Sperrmüll?
Alles, was zu groß für die Tonne ist: Möbel, Matratzen, Teppiche – kurz gesagt: Dinge, die man nicht einfach im Hausmüll verschwinden lassen kann. Unsicher? Geben Sie den Begriff einfach im Abfall-ABC der BSR ein. Oder nutzen Sie das KI-Tool „TrennTalent“: Foto machen, hochladen – und direkt sehen, wohin der Gegenstand gehört.
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Darf ich Sperrmüll „nur kurz“ auf den Gehweg stellen?
Kurz gesagt: Nein. Öffentliche Wege sind keine Zwischenlager – und „nur kurz“ wird in der Praxis oft zu „steht dann drei Tage“. Außerdem kann so etwas Wege blockieren und andere stellen ihren Müll einfach dazu. Machen Sie es lieber direkt legal: Kieztag, Recyclinghof oder Abholung.
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Und was ist mit einer Kiste „Zu verschenken“?
Die Idee ist nett – aber im öffentlichen Raum kann auch eine „Zu verschenken“-Kiste als Ordnungswidrigkeit bewertet werden. Hintergrund: Wird die Kiste nicht schnell mitgenommen, wird sie faktisch zu Abfall (und zieht oft weiteren Müll an). Nutzen Sie lieber legale Wege: Tausch-/Verschenkplattformen, Kieztage mit Verschenkmarkt oder Re-Use-Angebote.
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Ich habe Sperrmüll gefunden: Wie melde ich das am einfachsten?
Am schnellsten per Ordnungsamt-Online (Web oder App). Sie teilen den Ort mit, beschreiben den Sperrmüll kurz, laden optional noch ein Foto hoch – fertig. Die Meldung wird an das zuständige Bezirksamt weitergeleitet.
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Kann ich anonym melden?
Ja. Die App kann ohne personenbezogene Daten genutzt werden. Wenn Sie eine Status-Rückmeldung möchten, müssen Sie mindestens eine E-Mail-Adresse angeben.
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Wie hoch sind die Bußgelder für illegalen Sperrmüll?
Wichtig: Die Höhe der Bußgelder variiert je nach Menge und Art des Sperrmülls. Beispiele aus dem Bußgeldkatalog:
- Kleines Einzelstück Sperrmüll (z. B. Matratze): 300 bis 1.500 €.
- Größeres Einzelstück/mehrere Teile (z. B. große Möbel): 1.500 bis 4.000 €.
- Elektrogeräte/Sperrmüll mit schadstoffhaltigen Bestandteilen (z. B. Waschmaschine, Kühlgerät): 1.000 bis 15.000 €.
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Und wie sieht’s bei Bauschutt, Bauabfällen oder Schadstoffen aus?
Das ist die „Oberliga“ der Bußgelder. Für Bauabfälle/Bodenaushub reichen die Spannen (je nach Menge/Einzelfall) bis 100.000 €, ebenso bei giftigen Abfällen wie Lacken, Batterien oder Chemikalien.
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Warum sind Elektrogeräte bei illegaler Entsorgung so teuer?
Weil Elektrogeräte häufig schadstoffhaltige Bestandteile enthalten und daher strenger behandelt werden.
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Ich will Sperrmüll legal loswerden: Was ist der einfachste kostenlose Weg?
Am einfachsten geht’s über zwei Wege:
- BSR-Recyclinghof: Für private Haushalte ist die Anlieferung bis 3 m³ je täglicher Anlieferung gebührenfrei.
- BSR-Kieztag: Die BSR kommt direkt in Ihren Kiez und sie können Ihren Sperrmüll kostenlos abgeben.
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Was kann ich zum Kieztag mitbringen – und was nicht?
Zum Kieztag können Sie unter anderem Altholz, Matratzen, Elektrogeräte, Alttextilien und gut Erhaltenes für den Verschenkmarkt bringen. Nicht angenommen werden zum Beispiel Lacke, Farben, Lösungsmittel, Bauschutt, Batterien und Alt-Medikamente oder kontaminiertes Holz.
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Ich will, dass die BSR meinen Sperrmüll bei mir zu Hause abholt. Was kostet das?
Wenn Sie Sperrmüll abholen lassen möchten, kostet das:
- Spargebühr (ab 16 Werktage): Mindestgebühr (inklusive 5 m³) 50 €, jeder weitere angefangene m³ 10 €.
- Standardgebühr (6–15 Werktage): Mindestgebühr (inklusive 5 m³) 100 €, jeder weitere angefangene m³ 20 €.
- Expressgebühr (innerhalb 5 Werktagen): Mindestgebühr (inklusive 2 m³) 96 €, jeder weitere angefangene m³ 48 €.
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Woran erkenne ich „Sperrmüll-Abzocker“, die sich als BSR ausgeben?
Ob an der Haustür oder im Internet: Nicht überall, wo BSR draufsteht, ist auch BSR drin. Einige Anbieter nutzen „BSR“ oder ähnliche Namen, ohne zur Berliner Stadtreinigung zu gehören. Schauen Sie genau hin:
- Die offizielle Seite läuft über die Adresse www.bsr.de
- Im Impressum steht die Berliner Stadtreinigung (BSR)
- Buchungen laufen klar und nachvollziehbar – nicht über dubiose Formulare oder Weiterleitungen
Typische Maschen vor Ort:
- Jemand klingelt unangekündigt und will Ihren Sperrmüll sofort mitnehmen
- Es wird direkt vor Ort ein Preis genannt oder „verhandelt“
- Sie sollen sofort bar bezahlen
- Sie haben vorher gar nichts beauftragt – trotzdem steht jemand vor der Tür
Finger weg. So arbeitet die BSR nicht.
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Was passiert eigentlich mit meinem Sperrmüll nach der Abholung?
Laut BSR wird abgeholter Sperrmüll in eine Sperrmüllaufbereitungsanlage gebracht; daraus entstehen Ersatzbrennstoffe. Das schont Ressourcen und vermeidet jährlich bis zu 75.000 Tonnen CO₂.
Kontakt
Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung, umweltfreundliche Beschaffung, Stadtsauberkeit