Pflege stärken – Impulse setzen: Ein Jahr Landespflegebeauftragte in Berlin

Pressemitteilung vom 10.06.2025

Seit einem Jahr ist Prof. Dr. Sinja H. Meyer-Rötz als Pflegebeauftragte des Landes Berlin im Amt. Seitdem wurden über 170 Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern bearbeitet. Pflegebedürftige sowie An- und Zugehörige können sich mit Fragen, Anliegen und Beschwerden direkt an die Pflegebeauftragte wenden. Ziel war es von Beginn an, die Anliegen dieser Zielgruppen in Berlin sichtbarer zu machen und konkrete Verbesserungen im Alltag anzustoßen.

Jetzt zieht die Pflegebeauftragte eine erste Bilanz: die Erkenntnisse aus der Bearbeitung der Anliegen mündeten in einen ersten Bericht der Pflegebeauftragten. Dieser dokumentiert die häufigsten Problemlagen, gibt Einblick in die Lebensrealität der Betroffenen und formuliert politische Empfehlungen für eine bessere Unterstützung der Betroffenen.

„Die Anliegen, die uns erreichen, sind vielfältig – von Schwierigkeiten bei der Versorgung über fehlende Unterstützung bis hin zu strukturellen Fragen in der Pflege“, sagt die Pflegebeauftragte Meyer-Rötz. „Wir sehen deutlich: Der Bedarf an einer unabhängigen Ansprechperson in der Pflege ist groß.“

Ein zentraler Bestandteil der Arbeit im ersten Jahr war der Aufbau neuer Kommunikations- und Kooperationsformate. So wurde das Format „BezirksImpuls Pflege“ ins Leben gerufen. Es dient dem regelmäßigen und strukturierten Austausch mit den Akteurinnen und Akteuren in den Berliner Bezirken – darunter Pflegestützpunkte, Sozialämter, Kontaktstellen PflegeEngagement und Pflegeanbieter. Der „BezirksImpuls Pflege“ schafft Raum für direkten Dialog, thematische Impulse und die enge Vernetzung mit den Unterstützungsstrukturen vor Ort.

„Pflege findet in den Bezirken statt – nah an den Menschen. Mit dem „BezirksImpuls Pflege“ stärken wir diese Nähe und rücken konkrete Erfahrungen und Bedarfe in den Fokus der Debatten“, erklärt die Pflegebeauftragte.

Für die kommenden Monate stehen weitere Schwerpunkte auf der Agenda: Die bisherigen Diskussionen über Caring Communities, also wohnortnahe, sorgende Strukturen, sollen intensiviert werden – mit dem Ziel häusliche Pflegesituationen vor dem Hintergrund der großen Herausforderungen der Pflege zu stabilisieren. „Es geht mir darum, die gemeinsame Verantwortung für die Pflege in den Fokus zu rücken – Staat, Wohlfahrt, Unternehmen, Zivilgesellschaft – alle diese Stakeholder tragen Verantwortung Pflege weiterzudenken und tragfähige Strukturen für die Zukunft zu schaffen“, betont Meyer-Rötz.

Pressekontakt:
Franziska Krohn
Referentin der Pflegebeauftragten des Landes Berlin
Telefon: (030) 9028-2725
E-Mail: Pflegebeauftragte@SenWGP.Berlin.de