Am 12. Mai wird weltweit der Internationale Tag der Pflege begangen. Er erinnert an den Geburtstag von Florence Nightingale, der Pionierin der modernen Krankenpflege, und würdigt den unverzichtbaren Beitrag von Pflegekräften in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen.
“Pflege ist mehr als Versorgung: Sie bedeutet Vertrauen, Zuhören und Unterstützung. Viele ältere, chronisch kranke oder beeinträchtigte Menschen sind auf die tägliche Hilfe von Pflegekräften angewiesen – ob zu Hause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus. Den professionell Pflegenden gebührt größter Dank für ihr Engagement und ihre Menschlichkeit.” erläutert die Pflegebeauftragte Meyer-Rötz.
Der Internationale Tag der Pflege sollte jedoch nicht nur Dank ausdrücken, sondern auch ein Zeichen setzen: für bessere Arbeitsbedingungen, mehr Mitsprache und eine echte Pflege-Reform.
Pflegende seien oft pflegende An- und Zugehörige, so Meyer-Rötz.
Die Pflegebeauftragte macht gleichzeitig darauf aufmerksam: “An einem solchen Tag muss der Blick zwingend auch darauf gelenkt werden, dass Pflege in vielen Fällen durch pflegende An- und Zugehörige geleistet wird. Der Anteil an häuslicher Pflege steigt seit Jahren kontinuierlich an. Pflegende An- und Zugehörige stehen oft großen Herausforderungen gegenüber. Dennoch findet Angehörigenpflege oft im Verborgenen statt. Dieser Tag soll der großen Gruppe von geschätzt 280.000 Berlinerinnen und Berlinern, die An- und Zugehörige pflegen und unterstützen, Wertschätzung und Anerkennung gegenüberbringen.”
Pflege brauche konkrete Taten. Ob jung oder alt, heute oder morgen – fast jede und jeder werde im Laufe des Lebens in Pflegekonstellationen eingebunden sein, betont Meyer-Rötz.
Mit dem Blick auf die Herausforderungen in der Pflege betont die Pflegebeauftragte: “Es braucht eine nachhaltige Unterstützung, insbesondere der informell Pflegenden. Es ist Zeit für eine grundlegende Pflegereform, um den zukünftigen Herausforderungen der Pflege gerecht zu werden und familiäre, wie auch professionelle, Pflegesituationen zu stabilisieren.”
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Franziska Krohn
Referentin der Pflegebeauftragten des Landes Berlin
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