Hausarztpraxen können ihre Patientinnen und Patienten dabei unterstützen, Hitzeperioden gut zu überstehen – zum Beispiel durch Maßnahmen in den Praxisräumen, das gezielte Ansprechen von Risikogruppen und die Anpassung von Medikamentenplänen.
Welche Maßnahmen können vorsorglich ergriffen werden?
Da auch die Praxisräume von Hitze betroffen sein können, sollten Maßnahmen ergriffen werden, um die Temperatur in den Innenräumen zu reduzieren. Dazu zählen beispielsweise ein entsprechendes Lüftungsmanagement und die Verschattung der Fenster.
- In Vorbereitung auf steigende Temperaturen könnten ältere Patientinnen und Patienten auf Vorsorgemaßnahmen hingewiesen werden.
- Es sollte geprüft werden, ob bei Hitzewellen gegebenenfalls Anpassungen des Medikamentenplans der Patientinnen und Patienten notwendig sind.
Welche Medikamente können die Hitzeadaption beeinflussen?
Bei bestimmten Medikamenten steigt bei Hitze das Risiko von Nebenwirkungen. Dies gilt insbesondere für Arzneimittel, die die Mechanismen des Körpers zur Hitzeadaptation beeinflussen, indem sie das Durstgefühl reduzieren, die Schweißproduktion verringern, die Hitzewahrnehmung verändern oder den Elektrolythaushalt beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise Lithiumsalze, Antiarrhythmika, Digoxin, Antiepileptika und Diuretika.
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