Grünanlagen

zwei Frauen machen ein Picknick im Schatten eines Baumes

Grünflächen als kühle Orte

Grünflächen leisten einen wichtigen Beitrag zur Hitzeminderung im Stadtraum. Sie spenden Schatten, fördern durch Verdunstung die Abkühlung der Luft und kühlen in den Nachtstunden stärker aus als dicht bebaute Bereiche. So tragen sie dazu bei, hohe Temperaturen abzumildern und die Aufenthaltsqualität im Bezirk zu verbessern.

Diese Seite bezieht sich primär auf öffentliche Grün- und Erholungsanlagen im Sinne des Berliner Grünanlagengesetzes. Darunter fallen gärtnerisch gestaltete Anlagen, Freiflächen sowie naturnahe oder landschaftlich geprägte Bereiche, die durch Widmung als öffentliche Grün- und Erholungsanlagen festgelegt sind. Betrachtet werden insbesondere solche Anlagen, die für den Aufenthalt der Bevölkerung geeignet sind und an heißen Tagen zur Entlastung durch Abkühlung beitragen können. Der Bezirk Spandau verfügt über zahlreiche Grünanlagen, die weitgehend ganzjährig und kostenfrei zur Verfügung stehen. Einen Überblick über Lage und Verteilung der öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen bietet das Geoportal Berlin.

Neben den Grün- und Erholungsanlagen erfüllt auch das sogenannte Straßenbegleitgrün (z. B. Straßenbäume sowie begrünte Rand- und Mittelstreifen im Straßenraum) wichtige ökologische und klimatische Funktionen. Diese Flächen tragen zur Minderung von Umgebungstemperaturen bei und leisten einen Beitrag zur klimatischen Entlastung des Stadtraums. Als Aufenthaltsorte zur unmittelbaren Abkühlung sind sie in der Regel jedoch nicht geeignet, da sie überwiegend dem Verkehrsraum zugeordnet sind und keine entsprechende Aufenthaltsinfrastruktur aufweisen.

Welche Grün- und Erholungsanlagen sind bei Hitze besonders geeignet?

Nicht alle Grün- und Erholungsanlagen wirken bei hohen Temperaturen gleichermaßen entlastend. Offene, stark versiegelte oder sehr sonnenexponierte Bereiche können sich trotz Begrünung stark aufheizen.

Kriterien für die Eignung bei Hitze

Folgende Merkmale sprechen dafür, dass eine Grünanlage an heißen Tagen besonders entlastend wirkt:

  • hoher Anteil und dichte Ausprägung des Baumbestandes (Schatten, geringere Oberflächentemperaturen),
  • geringe direkte Sonneneinstrahlung in den Aufenthaltsbereichen,
  • Nähe zu Wasserflächen (zum Beispiel Havel, Seen, Teiche),
  • geringe Versiegelung angrenzender Flächen,
  • gute Erreichbarkeit sowie das Vorhandensein von Sitzmöglichkeiten, barrierearmen bzw. barrierefreien Zugängen und gut ausgebauten Wegen,
  • Infrastruktureinrichtungen wie öffentliche Toiletten und Trinkbrunnen, insbesondere an stark genutzten Aufenthaltsbereichen.

Für den Aufenthalt an heißen Tagen sind insbesondere größere, zusammenhängende Grün- und Erholungsanlagen mit hohem Baumbestand oder Wasserbezug geeignet. Sie können vor allem in den frühen Morgen- sowie in den Abendstunden zur Entlastung bei Hitze beitragen.

Beispiele geeigneter Grün- und Erholungsanlagen in Spandau:

Zu den Anlagen, die aufgrund ihrer räumlichen Ausdehnung, ihres Vegetationsbestandes oder ihres Bezugs zu Wasserflächen ein erhöhtes Potenzial zur klimatischen Entlastung bieten, zählen unter anderem:

  • der Spektegrünzug (längs ausgerichteter Grünzug mit Wiesen und Baumbestand),
  • der Koeltzepark (zentrumsnaher Park mit altem Baumbestand, Wiesenflächen und einem öffentlichen Trinkwasserbrunnen),
  • der Wröhmännerpark (älteste Parkanlage Spandaus am Havelufer mit großen Wiesen, altem Baumbestand und einem öffentlichen Trinkwasserbrunnen),
  • der Landschaftspark um Gut Neukladow (weitläufige Parklandschaft an der Havel mit alten Bäumen und Blick über das Wasser) sowie
  • der Garten Fränkel (Landhausgarten Dr. Max Fränkel; gestalteter Garten mit Baumbestand und Blick auf die Havel).

Die tatsächliche Eignung zur Abkühlung kann je nach Tageszeit, Witterung, individueller Mobilität und persönlichem Empfinden variieren. Weiterführende Informationen zu ausgewählten Anlagen stellt die Touristinformation Spandau bereit.

Karten und weiterführende Darstellungen

Karten und weiterführende Darstellungen zur Versorgung mit öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen sowie zur klimatischen Situation in Berlin finden Sie im Geoportal Berlin und im Umweltatlas Berlin:

Nutzung und Regeln

Öffentliche Grünanlagen unterliegen dem Berliner Grünanlagengesetz. Sie stehen allen Menschen zur Erholung zur Verfügung und sind entsprechend rücksichtsvoll zu nutzen. Die Benutzung erfolgt grundsätzlich auf eigene Gefahr. Bei hohen Temperaturen ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den Anlagen besonders wichtig.

Allgemeine Regeln für öffentliche Grün- und Erholungsanlagen

Bei der Nutzung öffentlicher Grün- und Erholungsanlagen sind insbesondere folgende Hinweise zu beachten:

  • Rücksichtnahme: Nehmen Sie Rücksicht auf andere Parkbesucherinnen und -besucher sowie auf Pflanzen, Tiere und die Ausstattung der Anlagen.
  • Radfahren: Radfahren ist nur auf dafür gekennzeichneten Wegen erlaubt; Fußgängerinnen und Fußgänger haben Vorrang.
  • Abfall: Abfälle sind in den dafür vorgesehenen Behältern zu entsorgen. Bitte vermeiden Sie zusätzliche Verschmutzungen.
  • Lautstärke: Lärm, der andere stört, ist zu vermeiden. Es gilt die Nachtruhe von 22:00 bis 6:00 Uhr.
  • Grillen und offenes Feuer: Grillen und offenes Feuer sind grundsätzlich verboten; Ausnahmen gelten nur für ausgewiesene Grillflächen.
  • Baden: Baden ist ausschließlich an ausgewiesenen Badestellen erlaubt.
Weiterführende Informationen zu den in Berlin geltenden Parkregeln finden Sie auf dem Internetauftritt der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU):

Hinweise zur Nutzung bei Hitze

An heißen Tagen wird im Hinblick auf die Nutzung von Grün- und Erholungsanlagen empfohlen:

  • schattige Bereiche aufzusuchen,
  • direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden,
  • ausreichend Trinkwasser mitzuführen,
  • auf die eigene Belastbarkeit zu achten und bei Unwohlsein Ruhepausen im Schatten einzulegen.

Bezirksamt Spandau von Berlin

Stabsstelle Katastrophen-, Arbeits- und Brandschutz
- Hitzeschutzkoordination -

Wichtiger Hinweis zur Hitzeschutzhotline

Bitte beachten Sie, dass die Hitzeschutzhotline keine gesundheitliche Beratung anbietet. Die Hotline dient ausschließlich der Bereitstellung von allgemeinen Informationen und praktischen Tipps zum Schutz vor Hitze.

Für medizinische Fragestellungen sowie bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre hausärztliche Praxis oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117. In Notfällen kontaktieren Sie bitte umgehend den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112.

Darüber hinaus bitten wir zu beachten, dass die Hitzeschutzhotline ausschließlich von montags bis freitags in der Zeit von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr besetzt ist. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass eine Beratung außerhalb dieser Zeiten sowie an Wochenenden oder gesetzlichen Feiertagen nicht erfolgen kann.