Informationen zu Vorsorge und Verhalten bei Hitze

Thermometer in der Sonne

Gesundheitliche Folgen von Hitze

Die Folgen des Klimawandels sind auch in Deutschland deutlich spürbar. Bestimmte Bevölkerungsgruppen, wie Menschen ab 65 Jahren, Säuglinge und Kleinkinder können besonders von gesundheitlichen Auswirkungen durch Hitze betroffen sein.

Langanhaltende hohe Temperaturen machen aber nicht nur älteren und sehr jungen Menschen zu schaffen. Hitze kann erhebliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Im Folgenden werden Beispiele aufgezählt.

Sonnenstich

Ein Sonnenstich ist eine Reizung der Hirnhaut. Er kann durch längere, direkte Sonneneinstrahlung entstehen.
Ein Sonnenstich kann zu starken Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Lichtscheu, Übelkeit, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen führen.

Hitzeerschöpfung mit Flüssigkeitsmangel

Die Hitzeerschöpfung entsteht, wenn dem Körper Flüssigkeit und Elektrolyte (z.B. Natrium, Kalium, Magnesium) entzogen werden.
Wenn Sie sich über längere Zeit in einer sehr heißen Umgebung oder in Räumen mit hohen Temperaturen aufhalten, beginnt der Körper vermehrt zu schwitzen. Dadurch geht Flüssigkeit verloren. Zu den typischen Symptomen der Hitzeerschöpfung zählen Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen bis hin zu einer Bewusstlosigkeit.

Anhaltende hohe Temperaturen, die auf den menschlichen Körper einwirken, können bis zum Hitzekollaps oder einem Hitzschlag führen. Da es sich um ernstzunehmende Situationen handelt, spielt die Vorsorge und das richtige Verhalten bei Hitze eine wichtige Rolle.

Informieren Sie sich über die aktuellen Temperaturentwicklungen:

Der Deutsche Wetterdienst bietet Hitzewarnungen für das jeweilige Bundesland oder den Landkreis kostenlos als Newsletter an. Die Anmeldung kann kostenlos über folgenden Link durchgeführt werden:

Verhaltenstipps bei Hitze

  • Trinken Sie kontinuierlich über den Tag verteilt.
  • Nehmen Sie leichte, wasserreiche Kost wie Obst oder Gemüse zu sich. Dies unterstützt die Flüssigkeitsaufnahme.
  • Vermeiden Sie körperliche Belastungen.
  • Sollte das Vermeiden von körperlicher Belastung bei Hitze nicht möglich sein, achten Sie besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
  • Vermeiden Sie es nach Möglichkeit, sich in den Mittagsstunden in der Sonne aufzuhalten.
  • Lüften Sie möglichst früh am Tag oder am späten Abend. Dann ist die Luft draußen kühler als in den Innenräumen.
  • Verdunkeln Sie am Tage die Räume mit Rollläden, Jalousien oder Vorhängen.
  • Schützen Sie sich vor direkter Sonneneinstrahlung durch lockere Kleidung, Kopfbedeckungen oder mit einer Sonnenbrille.
  • Tragen Sie Sonnenschutzmittel beim Aufenthalt im Freien auf.
  • Lassen Sie keine Menschen oder Tiere im Auto zurück. Hier besteht Lebensgefahr aufgrund der hohen Temperaturen im Fahrzeug.
  • Bei Anzeichen eines Hitzschlags (z.B. Erhöhung der Körpertemperatur, Krämpfe, Erbrechen, Schwindel, Verwirrtheit, Bewusstseinsveränderungen) rufen Sie bitte den Rettungsdienst (112).
  • Bei leichteren Beschwerden steht zu jeder Uhrzeit der ärztliche Bereitschaftsdienst (116 117) zur Verfügung.

Medikamente und Hitze

  • Achten Sie auf die Vorgaben zur Lagerung von Medikamenten.
  • Bewahren Sie Medikamente möglichst in kühlen und lichtgeschützten Räumen auf.

Lebensmittel und Hitze

  • Halten Sie die Kühlkette ein. Das ist vor allem bei leicht verderblichen Lebensmitteln (zum Beispiel bei Fleisch, Fisch) wichtig.
  • Brauchen Sie geöffnete Packungen schnellstmöglich auf oder kühlen Sie sie zeitnah.
  • Achten Sie vor allem bei dem Verzehr von Fleisch, Fisch oder Ei auf die vorgesehene Zubereitungsweise.

Das Hitzeschutz-Portal Berlin

Zum Thema Hitze und Hitzeschutz bietet das Hitzeschutzportal Berlin weitere Informationen und Tipps.

Kontakt

Senatsverwaltung für Inneres und Sport
Referat III KBK – Kompetenzzentrum für Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement

Ansprechpersonen

Komm. Leitung: Lovis Rieck, Guido Kleinert