Senatorin Breitenbach: Der Kampf um gleiche Rechte für Frauen ist nicht beendet – auch nicht in der Arbeitswelt

Pressemitteilung vom 06.03.2018

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Weltweit wird am 8. März der Internationale Frauentag begangen.

Dazu erklärt die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach:
„Auch wenn in den vergangenen 100 Jahren grundsätzliche Rechte für Frauen erstritten wurden, ist das Ringen um Gleichberechtigung für Frauen und Mädchen längst nicht zu Ende. So bleibt der Internationale Frauentag aktuell und ebenso wichtig wie der tagtägliche Kampf für eine wirkliche Gleichstellung von Frauen und Männern in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Gerade auf dem Arbeitsmarkt gibt es immer noch erhebliche Unterschiede zwischen einer Arbeitnehmerin und einem Arbeitnehmer. Noch immer verdienen Frauen durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer. Diese ungleiche Entlohnung bringt nicht nur während der Erwerbstätigkeit Nachteile, sondern zieht sich bis ins Rentenalter hinein. Bei vielen Frauen führt dies später in die Altersarmut.

Auch Familienarbeit, Pflege und Erwerbstätigkeit zwischen Frauen und Männern sind immer noch sehr ungleich verteilt. Familienarbeit ist nach wie vor hauptsächlich Frauensache. Der Anteil der wegen Betreuungsaufgaben teilzeiterwerbstätigen Frauen an allen weiblichen Erwerbstätigen beträgt in Berlin 7,1 Prozent, bei Männern beträgt dieser Anteil nur 0,6 Prozent.

Vor allem alleinerziehende Frauen benötigen bessere Chancen. Sie brauchen ein Mehr an Unterstützung, um Kinderbetreuung und Erwerbsarbeit unter einen Hut bringen zu können. Dafür sind ausreichend Kitaplätze und bei Bedarf eine Ganztagsbetreuung in der Schule notwendig. Vor allem müssen Frauen – wenn sie es wünschen – aus der Teilzeitarbeit wieder herauskommen und dürfen nicht in eine Teilzeit-Falle geraten. Viele dieser Frauen sind gut qualifiziert. Deren Potenziale dürfen nicht dauerhaft brach liegen, schon gar nicht bei dem derzeitigen Fachkräftebedarf.“