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Neue Notunterkunft für Familien verbessert Angebot für wohnungslose Familien

Pressemitteilung vom 08.11.2017

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Wohnungslosen Familien steht ab sofort ein erweitertes ganzjähriges Übernachtungsangebot zur Verfügung. Die bisherigen 12 Notübernachtungsplätze in der Taborstraße wurden zum endgültigen Standort in der Wrangelstraße in Berlin-Kreuzberg verlegt und auf 30 Plätze aufgestockt. Die Notunterkunft für wohnungslose Familien kann dort eine eigene Etage beziehen. Träger der Einrichtung ist das Diakonisches Werk Berlin Stadtmitte e.V.. Er verstärkt damit seine Arbeit in der Wohnungslosenhilfe.

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales fördert das Projekt in Rahmen des Integrierten Sozialprogramms mit rund rd. 355.000 Euro jährlich. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie beteiligt sich mit jährlich bis zu 50.000 Euro für die Betreuung der Familien und die Ermittlung des weiteren Hilfebedarfs.

Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach dankt dem Träger für sein Engagement im Bereich der Wohnungslosenhilfe. „Das Diakonische Werk Berlin Stadtmitte e. V. hat ein neues Konzept zur Unterbringung und Betreuung von wohnungslos gewordenen Familien mit Kindern entwickelt. Ich freue mich, dass die Unterkunft heute eröffnet werden kann, denn Wohnungslosigkeit betrifft zunehmend auch Familien mit Kindern. In der neuen Einrichtung erhalten wohnungslos gewordene Familien schnell ein qualifiziertes und ganz auf deren Bedürfnisse zugeschnittenes Beratungs- und Unterbringungsangebot. Letztlich sollen die Familien so schnell wie möglich in die Regelversorgung durch die Bezirksämter vermittelt werden.“

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Flucht, häusliche Gewalt oder Verschuldung – es gibt viele Gründe, die dazu führen, dass Familien mit Kindern obdachlos werden und auf der Straße stehen. Herkömmliche Notunterkünfte sind aber nicht auf Eltern mit Kindern eingestellt und keine dem Kindeswohl angemessene Einrichtungen. Deshalb haben wir dieses Modellprojekt entwickelt, in dem Familien Hilfe in der akuten Notsituation erhalten und Unterstützung durch Sozialpädagogen bekommen. Diese vermitteln auch Kontakt zu den Jugendämtern, so dass in jedem Einzelfall geklärt werden kann, welche Hilfe geeignet ist, damit die betroffenen Kinder in der Familie bleiben können.“

Senatorin Breitenbach weiter: „Wir wollen in dieser Legislaturperiode das Angebot speziell für wohnungslose Familien weiter ausbauen und von den nunmehr 30 Plätzen auf insgesamt 100 Plätze aufstocken. Dazu soll es Einrichtungen an zwei weiteren Standorten geben. Wir brauchen ein besseres Hilfsangebot gerade für diese Zielgruppe. Im neuen Doppelhaushalt ist daher ein Beitrag von bis zu 1,2 Mio. Euro vorgesehen. Ab kommendem Jahr wird es an die nicht einfache Umsetzung dieses Vorhabens gehen.“

Weitere Infos zu der neuen Unterkunft in der Wrangelstraße unter:
www.diakonie-stadtmitte.de/wohnungslosigkeit/notunterkunft-fuer-wohnungslose-familien/