Notunterkunft im ICC wird geschlossen

Pressemitteilung vom 16.08.2017

Die Notunterkunft im Internationalen Congress Center am Messedamm (ICC) in Charlottenburg-Wilmersdorf wird freigezogen. Die ersten der dort jetzt noch untergebrachten 215 Geflüchteten werden am 18. August ihre Unterkunft verlassen können.

Der Freizug des ICC soll innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen sein. Der Großteil der Geflüchteten wird von dort in Gemeinschaftsunterkünfte umziehen. 11 Menschen ziehen in die Erstaufnahmeeinrichtung Eschenallee um. Für Familien wurden Quartiere im selben Bezirk gefunden, damit die Kinder und Jugendlichen in ihrem sozialen Umfeld bleiben können. Diese Unterkünfte befinden sich in der Heerstraße, der Rognitzstraße und der Brandenburgischen Straße. Alleinstehende werden in die Gerlinger Straße in Neukölln, die Hohenschönhauser Straße in Lichtenberg und den Am Oberhafen in Spandau ziehen. Organisiert und durchgeführt werden die Umzüge von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF).

Die Senatorin für Arbeit, Integration und Soziales Elke Breitenbach: „Ich bin sehr froh, dass diese Notunterkunft jetzt endlich geschlossen werden kann. Damit gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen, die viel zu lange in prekären Notunterkünften ausharren mussten. Diese Unterkunft war nicht geeignet für einen längeren Aufenthalt, denn dort hatten die Geflüchteten keine Privatsphäre und keine Rückzugsmöglichkeiten. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden sich sicherlich in ihrem neuen Wohnumfeld schnell einleben, denn alle werden nun in deutlich besseren Unterkünften untergebracht.“

Die Präsidentin des LAF Claudia Langeheine: „Das ICC war damals gut genug für den Moment der Not, als die Geflüchteten dringend ein Obdach brauchten. Es ist Zeit, dass sie von dort jetzt in deutlich bessere Gemeinschaftsunterkünfte ziehen, in denen sie selbst kochen können und mehr Privatsphäre haben. Dass es unseren verantwortlichen Mitarbeiter gelungen ist, dass die Familien im selben Bezirk bleiben können und so ihr Sozialraum erhalten bleibt, freut mich besonders.“

Senatorin Breitenbach und die Präsidentin des LAF danken dem Betreiber Malteser Hilfsdienst e.V. und den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung. Sie alle haben ein großes Engagement bei der Betreuung der im ICC lebenden Geflüchteten an den Tag gelegt und den Bewohnerinnen und Bewohner in dieser schwierigen Zeit stets zur Seite gestanden.

Die Notunterkunft ICC wurde im Dezember 2015 mit einer Belegungskapazität von 650 Plätzen in Betrieb genommen. Das Objekt gehört der Messe Berlin. Nach dem Auszug der Geflüchteten bereitet das LAF das Objekt für die besenreine Übergabe an die Messe vor: Die BSR entsorgt den Sperrmüll, die Wohnboxen der Bewohner werden abgebaut und die wiederverwertbaren Gegenstände wie Betten, Schränke und Elektrogeräte werden eingelagert.