Schutz- und Kriminalpolizei - Höherer Dienst

Der höhere Polizeivollzugsdienst nimmt Führungs- und Managementaufgaben vielfältigster Art wahr, wie z.B. die Leitung von Dienststellen mit erheblicher Personalverantwortung, die Erarbeitung konzeptioneller Vorgaben in Stäben, Aus- und Fortbildung, Erarbeitung, Analyse und Strukturierung von Konzepten zur Kriminalitätsbekämpfung und Prävention, die Organisation und Leitung von Einsätzen. Der Erfolg polizeilicher Arbeit hängt dabei entscheidend von der Qualifikation, den Potenzialen und der Persönlichkeit der Führungskräfte ab. Deren Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft, fachliche Qualifikation, persönliche und soziale Kompetenz bestimmen maßgeblich die Entwicklung der Polizei des Landes Berlin.
 
Aktuelle Stellenausschreibungen sind hier veröffentlicht.

Einstellungsvoraussetzungen

In die Laufbahn des höheren Dienstes der Schutz- bzw. Kriminalpolizei darf eingestellt werden, wer

  • Deutsche/Deutscher im Sinne des Artikel 116 des Grundgesetzes ist oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedslandes der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder eines Drittstaates, dem Deutschland und die Europäische Union vertraglich einen entsprechenden Anspruch auf Anerkennung von Berufsqualifikationen eingeräumt haben, besitzt,
  • die Gewähr dafür bietet, dass sie/er jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und der Verfassung von Berlin eintritt,
  • die zweite juristische Staatsprüfung mit dem Prädikat “befriedigend” oder besser bestanden hat,
  • Kenntnisse der englischen Sprache – Europäischer Referenzrahmen B 1 (werden geprüft) besitzt,
  • den Besitz einer Fahrerlaubnis für Personenkraftwagen mit “Schaltgetriebe” nachweist,
  • die Fähigkeit besitzt, eine Strecke von mindestens 200 m ohne Unterbrechung schwimmen zu können und einen entsprechenden Nachweis erbringt (z.B. Deutsches Schwimmabzeichen in Bronze), nicht älter als fünf Jahre,
  • als Bewerberin mindestens 160 cm und als Bewerber mindestens 165 cm groß ist,
  • den Einstellungstest besteht,
  • nach polizeiärztlicher Untersuchung vollzugsdiensttauglich ist. Auch Brillenträger können eingestellt werden, wenn eine für den Polizeivollzugsdienst ausreichende Sehfähigkeit nach einer Untersuchung durch den Polizeiarzt festgestellt wird. Die Regelungen für die Mindestsehleistungen im Polizeivollzugsdienst entnehmen Sie bitte den Hinweisen zur Polizeidiensttauglichkeit,
  • nach ihrer/seiner Persönlichkeit für den Polizeivollzugsdienst geeignet ist (einwandfreier Leumund, insbesondere keine Vorstrafen).

In Sommerkleidung sichtbare Tätowierungen stehen grundsätzlich einer Einstellung entgegen. Für kleine und unauffällige Tätowierungen sind Ausnahmen möglich. Unabhängig von der Sichtbarkeit sind alle Tätowierungen mit den polizeilichen Anforderungen nicht zu vereinbaren, die

  • rechts- oder linksradikale bzw. extremistische,
  • entwürdigende,
  • sexistische bzw. frauenfeindliche,
  • gewaltverherrlichende bzw. menschenverachtende Darstellungen beinhalten.

Das gilt ebenso für Brandings, Implantate und andere Körpermodifikationen.

Einstellungstest

PC-gestützter Test

  • Kognitive Fähigkeiten / Intelligenz
  • Einschätzung der sozialen / persönlichen Kompetenzen (Persönlichkeitsstrukturtest)
  • Leistungsmotivation
  • Sprachkompetenz

Sportleistungsprüfung

  • Hindernisparcours (Querpferd, Parallelbarren, Stufenbarren, Bodenmatten, Bock, 1,80m Holzwand)

Hindernisparcour grafische Darstellung

PDF-Dokument (26.5 kB)

Hindernisparcours Video

MP4-Dokument (11.6 MB)

  • 2.000m – Lauf (Männer max. 09:20 min.; Frauen max. 11:20 min / ab einem Alter von 30 Jahren Männer max. 09:50 min; Frauen max. 11:50 min)

Persönliche Vorstellung

  • Polizeiärztliche Untersuchung
  • Assessmentcenter
  • Vorstellung bei der Behördenleitung

Anforderungsprofil

Bewerberanforderungen höherer Dienst

PDF-Dokument (61.2 kB) - Stand: September 2015

Ausbildung

Zugang mit zweiter juristischer Staatsprüfung
Sie werden im Beamtenverhältnis auf Probe mit der Amtsbezeichnung Polizeirätin/-rat oder Kriminalrätin/-rat eingestellt. Die regelmäßige Probezeit dauert drei Jahre. Während der Probezeit erfolgt eine Unterweisung in den Aufgaben der Laufbahn. Hierbei haben Sie die Gelegenheit, diverse Dienststellen der Berliner Polizei und einen halbjährigen Lehrgang an der Deutschen Hochschule der Polizei (Link) hospitierend zu besuchen.

Unser Ausbildungsprogramm qualifiziert Sie für die Übernahme aller Positionen des höheren Dienstes der Schutz- und Kriminalpolizei. Klassische Beispiele von Führungspositionen im höheren Polizeivollzugsdienst sind u.a.: Abschnittsleiter/-in, Kriminalinspektionsleiter/-in, Leiter/-in eines Stabsbereichs.

Dienstgradabzeichen im höheren Dienst der Schutzpolizei

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