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Ausbildung - mittlerer Dienst

Angenommene Bewerberinnen bzw. Bewerber werden unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf mit der Dienstbezeichnung "Polizeimeister - Anwärter/in" (16- bis 29-jährige Dienstanwärter/innen) oder Polizeioberwachtmeister/in (bei lebensälteren Dienstanwärterinnen und Dienstanwärtern) in den Vorbereitungsdienst eingestellt und zur Ausbildung zugelassen.

Sie tragen dann folgendeSchulterklappen an der Uniform:


im ersten Ausbildungsabschnitt



im zweiten Ausbildungsabschnitt



im letzten Ausbildungsabschnitt

Die Ausbildung dauert grundsätzlich 2 1/2 Jahre. Für lebensältere Dienstanwärter/innen (30 bis 39 Jahre) wird die Ausbildungszeit auf zwei Jahre zusammengefasst. In dieser Zeit müssen sich die Beamtinnen bzw. Beamten umfassendes Wissen und Kompetenzen aneignen und ihren jeweiligen Wissensstand in Prüfungen nachweisen. Die Ausbildungsinhalte für Lebensältere sind ähnlich denen der nachfolgend beschriebenen 2 1/2-jährigen Ausbildung, werden jedoch in gestraffter Form durchgeführt, wobei hier verschiedene Berufspraktika einen Ausbildungsschwerpunkt bilden.Für die Dauer der Ausbildung werden die Beamtinnen bzw. Beamten kostenlos ärztlich versorgt.

Das erste Ausbildungsjahr umfasst die Einführung in den Beruf mit einem einwöchigen Praktikum bei einem Polizeiabschnitt, die Grundausbildung mit fachtheoretischem Unterricht (z. B. Politische Bildung/Geschichte, Sicherheits- und Ordnungslehre, Eingriffsrecht, Einsatzlehre, Strafrecht, Kriminalistik, Verkehrsrecht, Berufskunde/-ethik, Beamtenrecht), allgemeinbildendem Unterricht (Deutsch/Englisch), Sport, praktischer Ausbildung/praktischem Einsatztraining, verschiedenen PC-Anwendungsunterweisungen sowie einem Verhaltenstrainingsseminar und einem Berufs- und Sozialpraktikum und endet mit der Zwischenprüfung.

Im zweiten Ausbildungsjahr wird in der Fachausbildung das Erlernte erweitert und vertieft. Sport und ein ergänzendes Verhaltenstrainingsseminar sind fester Bestandteil des Ausbildungsprogramms. Das zweite Ausbildungsjahr endet mit der fachtheoretischen Abschlussprüfung in schriftlicher und mündlicher Form. Für Beamtinnen und Beamte, die diese Prüfung mit einer Punktzahl von 11,5 oder besser bestehen, kann der Vorbereitungsdienst verkürzt werden. Sie können nach Maßgabe freier Stellen auch vorzeitig ernannt werden.

Im letzten Ausbildungshalbjahr werden eine Verkehrspostenausbildung, eine Fahrausbildung für Dienst-Kfz einschließlich eines Fahrsicherheitstrainings, ein abschließendes Verhaltenstrainingsseminar, weitere PC-Anwendungsseminare, ein Einsatztrainingsseminar und praxiseinführende Einweisungen in Polizeidienststellen durchgeführt. Die Ausbildung endet mit dem zweiten Teil der Laufbahnprüfung.

Wer die Laufbahnprüfung bestanden hat, kann, nach Maßgabe freier Stellen, unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Probe zum/zur Polizeimeister/in ernannt werden und wird zunächst entweder einer Einsatzeinheit (Einsatzhundertschaften) zugeordnet oder versieht den Dienst auf einem Polizeiabschnitt. Gleichzeitig wird damit die Grundlage für das Beförderungsamt des mittleren Dienstes der Schutzpolizei geschaffen.

Das sind die folgenden Dienstgrade:


Polizeimeisterin / Polizeimeister (PM'in/PM)



Polizeiobermeisterin / Polizeiobermeister (POM'in/POM)


Mit der durch die 8. Änderung der Schutzpolizei-Laufbahnverordnung (SLVO) erfolgten Rechtsänderung wurden am 30. Juli 2010 Polizeihauptmeisterinnen und -meister sowie Polizeihauptmeisterinnen und -meister mit Zulage in den gehobenen Dienst übergeleitet. Zukünftig können Polizeiobermeisterinnen und -obermeister nach Maßgabe freier Stellen, der persönlichen Eignung für den gehobenen Dienst und Erfüllung der laufbahnrechtlichen Voraussetzungen direkt zu Polizeikommissarinnen und -kommissaren ernannt werden.

Nach berufspraktischen Erfahrungen im polizeilichen Schicht- und Wechseldienst sowie bei entsprechender Eignung besteht später die Möglichkeit, sich bei Spezialdienststellen, wie beispielsweise bei dem Verkehrsdienst, den Diensthundführern, dem Fernmeldedienst oder der Wasserschutzpolizei zu bewerben.

Außerdem besteht die Chance, bei guten Leistungen und Fähigkeiten, in den gehobenen Dienst der Schutzpolizei (Kommissarlaufbahn) aufzusteigen.

Verdienstmöglichkeiten und Urlaub

In dem hier herunterzuladenden Merkblatt können Sie sich über die Verdienstmöglichkeiten während und nach der Ausbildung informieren.

Verdienstbeispiel Md 03 2014

Verdienstbeispiele laden »

(Verdienstbeispiel Md 03 2014, 63750 KB)


Die Dauer des Jahresurlaubs regelt sich nach der Verordnung über den Erholungsurlaub der Beamten und Richter. Danach erhalten die Anwärter/innen und Polizeimeister/innen 30 Tage Jahresurlaub.

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