Aktuelle Sprache: Deutsch

Three Times Left is Right

Theatertreffen 2026 | 10 bemerkenswerte Inszenierungen

Three Times Left Is Right – Tanzende Frau in Unterwäsche mit Gedärmen und blutverschmierter Mann im Bett vor einer Plakatierung mit der Aufschrift "Now" und "Never Again".

Three Times Left Is Right – Tanzende Frau in Unterwäsche mit Gedärmen und blutverschmierter Mann im Bett vor einer Plakatierung mit der Aufschrift "Now" und "Never Again".

von Julian Hetzel

Eine Produktion von Studio Julian Hetzel in Koproduktion mit Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und Schauspiel Leipzig, unterstützt von De Balie (Amsterdam), SPRING Performing Arts Festival (Utrecht) und CAMPO Gent (Belgien)

Uraufführung: 17.5.2025 (Wiener Festwochen | Freie Republik Wien)

 

Radikal gegensätzliche politische Haltungen im Mikrokosmos einer Paarbeziehung nimmt Julian Hetzel in Three Times Left is Right mit einem klugen Konzept, beißendem Humor und sorgfältig ausgewählten ideologischen Reizwörtern in den Blick.

Er ist ein Hochschullehrer mit linker Geschichte, sie eine Publizistin der Neuen Rechten. Auf den ersten Blick scheint sie wenig zu verbinden. Doch die beiden sind ein Liebespaar, trotz ihrer höchst unterschiedlichen Weltanschauungen. Wie sieht unter diesen Umständen ein Zusammenleben aus? Welche Gespräche und Diskussionen entstehen zwischen Tisch und Tennisplatz, wie erzieht man die gemeinsamen Kinder? Und wann wird das Private politisch? Mit schwarzem Humor und einem kalkulierten Spiel mit Triggerwarnungen bringt Julian Hetzel in seiner „Dokufiktion“ ein Familienporträt auf die Bühne, das die Zerrissenheit der Gesellschaft verdeutlicht. Josse De Pauw und Kristien De Proost verkörpern dabei ein Paar, das von realen Vorbildern inspiriert ist. Three Times Left is Right hebelt scheinbar klare Grenzen aus und zeigt, wie leicht die moralische Kompassnadel ins Trudeln geraten kann.

Jurybegründung

„Inspiriert von der Beziehung eines linken Kulturwissenschaftlers und einer neurechten Autorin aus Wien entwickelt Julian Hetzel ein ungewöhnliches, verblüffendes Kammerspiel. Wie zusammenleben, wenn sich die eigenen Weltanschauungen diametral gegenüberstehen? Kristien de Proost und Josse De Pauw spielen ein Paar, bei dem sich politische Konflikte in den Küchentisch gefressen haben. Mit mikroskopischer Genauigkeit zoomt Hetzel in das Innere ihrer Beziehung, bei der Gespräche auf dem Spielplatz die Gewissheiten einer festen Institution erschüttern. In einem minimalistischen Setting liefern sich die beiden ein hitziges Battle um die bessere Ideologie – exemplarisch für die gesellschaftliche Spaltung. Wieso werden linke Denkmuster so schnell von rechts gekapert? Mit abgründigem Humor baut Hetzel eigenwillige Bilder für das aufgeheizte Diskursklima und die Radikalisierung, bis sich sogar die Untertitel verselbstständigen. Mit schwitzigen Händen schaut man der Performance zu und geht absolut durchgeschüttelt aus diesem konzeptionell-klugen und anregenden Abend. Ein Meisterwerk der Provokation.“

– Vincent Koch für die Theatertreffen-Jury

Zum Videostatement

 

Künstlerisches Team

Julian Hetzel – Regie

Miguel A. Melgares – Dramaturgie

Sodja Lotker, Kristien De Proost – Künstlerische Mitarbeit

Bahadir Hamdemir – Video, Lichtdesign

Frank Wienk – Musik, Komposition

Aengus Havinga – Technische Koordination

Jakob Proyer – Koordination Produktion

Yola Parie – Management Produktion

Tom Doeven – Sound, Programmierung

Ruben Lijbers, Koen van der Heijden, Harm Bredero – Tourtechnik

Timm Burkhardt – Creative Technology

Esmée Begemann – Regieassistenz

Django Walon – Szenografieassistenz

Farah Nehme – Kostümassistenz

Edd Vossen – Bühnenbau

Merijn Versnel – Mechatronik

Carly Heathcote – Silikonkunst

Daniel Pauselius – LED-Technik

Sophia op ten Berg – Praktikum

Koen Van Der Heijden, Harm Bredero, Aengus Havinga, Yola Parie, Jakob Proyer – Poster Boys

Besetzung

Josse De Pauw & Kristien De Proost

Produktion Studio Julian Hetzel 

Koproduktion Wiener Festwochen | Freie Republik Wien (AT), Schauspiel Leipzig (DE)

Partner Recherche und Kontextprogramm CAMPO Gent (BE), De Balie Amsterdam (NL) und SPRING Performing Arts Festival Utrecht (NL)

Mit der Unterstützung von Stadt Utrecht (NL), Performing Arts Fund (NL), Ammodo Art (NL), Fonds ZOZ (NL) und K.F. Hein Fonds (NL)

Publikumsgespräch

am Freitag, 15.5.2026 im Anschluss an die Vorstellung

Es liegen Hinweise zu sensiblen und/oder gesundheitlich relevanten Inhalten vor.

Karte

Es folgt eine Kartendarstellung.Karte überspringen

Zum Stadtplan

Ende der Karte.

Verkehrsanbindungen

Alle Termine und Tickets

3 von insgesamt 3 Terminen

Fragen zum Veranstaltungskalender beantwortet unsere Hilfe. Nutzungsbedingungen finden Sie unter Informationen zu unseren Partnern und Nutzungsbedingungen.