NO GENDER ist ein Solo-Tanztheaterstück, das sich mit der Erfahrung von Geschlecht aus non-binärer, femininer und transmaskuliner Perspektive auseinandersetzt. Ausgehend von den persönlichen Erfahrungen des Performers und Urhebers Odin Maldonado, öffnet das Stück den Blick auf grundlegende Fragen von Identität. Es verbindet dokumentarische und autofiktionale Ansätze und wurde in gemeinsamer Arbeit von Dramaturgie, Spiel und Regie entwickelt. Grundlage sind sowohl die gelebten Erfahrungen des Schauspielers als auch Recherchen zu den Lebensrealitäten anderer trans Personen.
Das Projekt NO GENDER versteht sich als Antwort auf die dringende Notwendigkeit, Räume zu schaffen, in denen Vielfalt sichtbar, erfahrbar, legitim und zugänglich wird.
Dabei ist es zentral, strukturelle Gewalt gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten zu benennen und in ihren intersektionalen Dimensionen zu untersuchen. Zugleich lädt das Projekt dazu ein, Ungleichheit und Privilegien nicht nur als individuelle Erfahrungen, sondern als systemische Realitäten zu begreifen - Realitäten, die uns alle betreffen, unabhängig davon, ob wir Teil der LGBTQIA+-Community sind oder nicht.
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Auf Spanisch mit englischen Übertiteln