Eine Piratenradiosendung im Sperrgebiet der DDR sendet nachts Sinti-Stimmen. Im Inneren der Station entsteht über Jahre hinweg eine heimliche Übertragung. Gespräche, Lieder und fragmentierte Erinnerungen lagern sich übereinander. Während draußen Sperrgebiet und Todesstreifen die Landschaft entlang der innerdeutschen Grenze prägen, entwickelt sich eine Radiotransmission, die nie Teil der offiziellen Archive wurde.
»MITTERNACHT. Sendung aus dem Sperrgebiet« ist ein lyrisches Drama über Sinti-Lebensrealitäten in Ostdeutschland während des Kalten Krieges. Ausgangspunkt der Inszenierung sind Interviews, Archivmaterial und familiäre Erinnerungen, aus denen dokumentarische und poetisch-fiktionale Szenen entwickelt werden. Aus Stimmen, Klang und Archiv entsteht ein Theaterabend über Widerstand, Gemeinschaft und Erinnerung.
CAT Jugravu und das Rom*nja Theaterkollektiv / Kelipen e.V. entwickeln Theater an der Schnittstelle von Performance, Archivarbeit und Erinnerungskultur. Im Zentrum stehen Perspektiven von Sintizze und Rom*nja sowie dokumentarisch-performative Formen, gesprochen und gesungen überwiegend in Romanes.
Mit Sade Onutor Awosusi, Tayo Onutor Awosusi, David Rose, Joschla Weiss, Laura Nattermann, Text CAT Jugravu & Joschla Weiss Regie CAT Jugravu Regieassistenz Sofie Roehrig Dramaturgische Mitarbeit Joschla Weiss Wissenschaftliche Projektbegleitung Prof. Dr. Jane Weiß Textbeiträge von Henry W., Simone W., Paula W., Bambino W., Marga W., Matthias W. Choreografie Andriana Seecker Bühne, Kostüme Michal Andrysziak Kostümassistenz Alex Jansson Sounddesign Andrei Raicu Öffentlichkeitsarbeit Umtata Tybora Produktionsassistenz Alëna T
Eine Produktion von CAT Jugravu & dem Rom*nja Theaterkollektiv / Kelipen e.V. in Kooperation mit Ballhaus Ost, gefördert durch den Fonds Soziokultur.