von Arthur Miller
Diplomprojekt Regie von Alex Peil
Salem, 1692: Ein idyllisches, amerikanisches Dorf, wo Nachbarn sich noch grüßen und am Sonntag gemeinsam in der Kirche beten. Doch die Fassade bröckelt, im Hause der Dorfpastorin Parris gehen seltsame Dinge vor sich. Man spricht hinter vorgehaltener Hand von Hexerei. Parris bleibt keine Wahl, sie muss nach Pastor Hale aus der nächstgrößeren Stadt schicken – ein Experte für das Unsichtbare. Bei einem gemeinsamen Ritual scheint Hale dem Teufel auf die Schliche zu kommen: Parris ’ Nichte Abigail schreit im Namen Gottes die Sündigen aus. Die Schuldigen gelten als entlarvt, doch dann werden immer mehr Namen ausgeschrien und das Lauffeuer verbreitet sich…
In dieser Inszenierung wird Millers Klassiker zur satirischen Fabel über eine Gesellschaft, die sich an ihrer eigenen Angst berauscht. Wenn die Gier nach einfachen Antworten auf eine komplexe Welt trifft, wird die Wahrheit zum Verhandlungsobjekt – und die Tür für den Teufel steht sperrangelweit offen.
„Sie müssen einsehen, dass man entweder für dieses Gericht ist oder dagegen. Es gibt keinen Mittelweg. Dies ist eine strenge Zeit, eine genaue Zeit – wir leben nicht mehr in der Dämmerstunde, wo sich das Böse mit dem Guten mischte.“
Hier geht es zum Interview mit Alex Peil.
Regie: Alex PeilBühne: Jan SchnaseKostüme: Cornelia StephanMusik: Lukas KurzDramaturgie: Leila EtheridgeRegieassistenz: Jonas Goltz
Mit: Sean DouglasAntonia JungwirthEmil KollmannFlavia Lovric-CaparinJohanna MartiniEdward Ruben AuerbachJonas GoltzLukas Kurz