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Heimsuchung

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Heimsuchung

Ein Grundstück am Scharmützelsee in Brandenburg, darauf ein Sommerhaus, darin die Geschichte des 20. Jahrhunderts. So ließe sich der 2007 erschienene Roman der Berliner Autorin Jenny Erpenbeck zusammenfassen. Ein Text, in dem die Hauptrolle das Haus, eigentlich sogar das Grundstück hat. Ursprünglich im Besitz eines Großbauern, wird es nach dessen Tod aufgeteilt und zur Bühne von elf Lebensgeschichten, stellvertretend für Hoffnung und Leid, Glück und Tragödie der letzten einhundert Jahre. In elf Kapiteln erzählt Erpenbeck protokollarisch von Zeit und Geschichte während dreier Generationen, die diesem Flecken Erde widerfährt, von einem während der Nazizeit erfolgreichen Architekten, der nach den Vorstellungen seiner Frau ein Haus errichtet, von einem jüdischen Tuchfabrikanten, der das Grundstück unter Wert verkauft und mit seiner Familie deportiert und ermordet wird. Von der Besatzung des Hauses durch die Kompanie eines jungen Majors der roten Armee nach dem zweiten Weltkrieg, von der im Wandschrank versteckten Frau des Architekten, von einer aus dem sowjetischen Exil zurückkehrenden Schriftstellerin und schließlich von den Erben des Architekten, die nach dem Ende der DDR ihre Ansprüche auf das Haus einlösen. Zeitlos wacht während all dieser Zeit ein Gärtner über das Grundstück, schneidet Hecken, pflegt Sträucher, kultiviert die Natur, die sich in den Ritzen des Schicksals immer wieder ausbreitet. Heimsuchung ist gewissermaßen ein Geschichtsbuch, das jedoch klare Zuordnungen zwischen Recht und Unrecht, gut und böse, Tätern und Opfern verkompliziert, das vielmehr die Komplexität von Geschichte spürbar macht. Verwoben darin die Geschichte der Autorin, deren Großmutter Hedda Zinner selbst ein Haus am Scharmützelsee besaß, nachdem sie 1945 aus sowjetischem Exil in die DDR kam. 2024 erhielt Jenny Erpenbeck für ihren Roman Kairos den International Booker Prize und wurde einem internationalen Publikum bekannt, die New York Times votierte Heimsuchung in die Liste der „100 Best Books of the 21th Century”.

Künstler/Beteiligte: Jenny Erpenbeck (Autor/in), Alexander Eisenach, Julischka Eichel, Felix Goeser, Florian Köhler, Svenja Liesau, Benjamin Lillie, Peter René Lüdicke, Anja Schneider, Almut Zilcher, Sven Michelson (Live-Musik), Niklas Kraft (Live-Musik), Siri Carla Brodowsky, Zita Theresia Poll

Alternative Veranstaltungen

Beziehungsweise: ein Abend mit Liedern von Roger Cicero - mit Johannes Hallervorden und Marten Sand

Dieser Abend gleicht einer tiefen Verneigung vor der Vielfalt der Weiblichkeit mit all ihren Facetten. Wie viel humorvolle Beschreibungen über das andere Geschlecht, über den Partner fürs Leben, sind uns alle bekannt und Jedem ist bewusst, wie kompliziert... mehrzu: Beziehungsweise: ein Abend mit Liedern von Roger Cicero - mit Johannes Hallervorden und Marten Sand

Nächster Termin:
Beziehungsweise: Eine Hommage an Roger Cicero - J. Hallervorden & M. Sand
Termin:
Montag, 25. Mai 2026, 18:00 Uhr (7 weitere Termine)
Ort:
Theater am Frankfurter Tor
Adresse:
Karl-Marx-Allee 133, 10243 Berlin-Friedrichshain
Preis:
ab 40,31 €

Beziehungs-weise - Eine Hommage an Roger Cicero

Zwei Künstler treffen auf Ihre schärfsten Kritiker- Ihre eigenen Selbstzweifel. Sie lässt der Wunsch nicht los, einer Frage auf dem Grund zu gehen: Was macht die Faszination von Roger Cicero aus? Warum haben seine Lieder die Menschen so begeistert und... mehrzu: Beziehungs-weise - Eine Hommage an Roger Cicero

Termin:
Montag, 25. Mai 2026, 18:00 Uhr (6 weitere Termine)
Ort:
Theater Berliner Schnauze - Theater am Frankfurter Tor
Adresse:
Karl-Marx-Allee 133, 10243 Berlin
Preis:
ab 36,20 €

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