Goethes Klassiker präsentiert sich in dieser Inszenierung in einer radikal verdichteten Fassung.
Der Fokus liegt auf dem Gelehrten Faust, der nach universellem Wissen, nach der Durchdringung des Letzten, strebt. Erdgeist: Du gleichst dem Geist, den du begreifst, nicht mir! Faust: Nicht dir? Wem denn? Ich, Ebenbild der Gottheit! Rund um Fausts Studierzimmer erscheint der weitere Verlauf in dramatischen Vorblenden: die Gretchentragödie, die ein Chor im Modus düsterer Vorahnungen oder Gewissheiten evoziert. Er öffnet letztlich Anspielungshorizonte zu den großen Katastrophen des Menschseins, die bis in unsere Zeit fortwirken.
Künstler/Beteiligte: Anna Beinvogl (Regie), Anton August Dudda (Dramaturgie), Eugen Friesen (Bühne), Timo Sestu (Regie), Johann Wolfgang Goethe (Autor/in), Timo Sestu (Autor/in), Sophie Ambré, Thomas Kanold, Wolf-Rainer Pietsch, Christoph Rüßler, Nicole Scheffel, Laura Schmitz-Eyselein, Martina Seidel, Paul Stiller, Ines Weymar