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Fake Jews

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Fake Jews

Eine Autofiktion

1995 erscheint bei Suhrkamp ein Band mit Erinnerungen eines lettischen Holocaustüberlebenden. Die Veröffentlichung erhält zahlreiche Preise und wird als bewegendes Zeitdokument bestens besprochen. Bis nur drei Jahre später ein schweizerisch-jüdischer Journalist aufdeckt: Der Autor dieser angeblichen Memoiren ist weder Jude, noch war er je vom Terror der Nationalsozialisten betroffen, sondern schreibt aus einer erfundenen Perspektive, hat sich seine jüdische Biographie also nur ausgedacht. Allerdings: Diese Aneignung einer jüdischen Opferbiografie ist keineswegs ein Einzelfall, und was aufgrund der fiktiven Biografie des Binjamin Wilkomirski anschließend als „Wilkomirski-Syndrom” beschrieben wird, erfährt seit dem zweiten Weltkrieg regelrecht Konjunktur. Insbesondere im Land der Täter und der nicht flächendeckend aufgearbeiteten Familiengeschichten finden sich zahlreiche Figuren, die sich einen Vorteil durch die Behauptung einer Verfolgungsbiographie versprechen, unter ihnen eine bekannte Bloggerin, ein langjähriger Vorsitzender einer jüdischen Gemeinde bei Hamburg oder ein einflussreicher Journalist. In einer Gegenwart, in der die eigene Identität für die Sichtbarkeit und Relevanz einer Aussage zunehmendes Gewicht erhält, werden bestimmte Biographien zum Privileg: Ist die Aneignung jüdischer Identität also ein Karrierevorteil? Ein Verkaufsargument? Oder wird vielmehr nicht allzu genau überprüft, ob das Behauptete stimmt, wenn es historisch so sensibel ist? Noam Brusilovsky untersucht diese Fragen in einem Monologprojekt und beleuchtet die blinden Flecken der deutschen Erinnerungskultur in einer sich zunehmend polarisierenden Gegenwart. zum Programmzettel

Künstler/Beteiligte: Noam Brusilovsky (Autor/in), Noam Brusilovsky, Moritz Kienemann

Laufzeit: Sa, 23.05.2026 bis Do, 25.06.2026

Alternative Veranstaltungen

Kunst - Komödie von Yasmina Reza

Weiße Streifen auf einem weißen Untergrund: An diesem Bild entzündet sich ein erbitterter Streit dreier Freunde; ein Streit, der ihr Leben und ihre Beziehung zueinander grundlegend verändern wird. Kann sich der eine für das monochrome Gemälde begeistern,... mehrzu: Kunst - Komödie von Yasmina Reza

Termin:
Donnerstag, 25. Juni 2026, 18:00 Uhr
Ort:
Theater am Frankfurter Tor
Adresse:
Karl-Marx-Allee 133, 10243 Berlin-Friedrichshain
Preis:
ab 40,31 €

IM OSTEN - Geschichten aus der Sonderzone

In diesem mitreißenden Stück treffen sich vier Menschen aus Ost und West an einem warmen Sommerabend auf einem Campingplatz zu einem Grillfest. Während die Rostbratwurst aus Thüringen, Bautz'ner Senf und Bier für eine ausgelassenen Stimmung sorgen, kippt... mehrzu: IM OSTEN - Geschichten aus der Sonderzone

Termin:
Donnerstag, 25. Juni 2026, 18:00 Uhr
Ort:
Brandenburger Theater, Theaterpark
Adresse:
Grabenstraße 14, 14776 Brandenburg an der Havel
Preis:
ab 23,00 €

Krug.Zerbrochen! - Theater Strahl Berlin

Krug. Zerbrochen! ab 14 Jahre | Lustspiel frei nach Heinrich von Kleist | Premiere: 13.2.2025 Ein Lustspiel aus dem 19. Jahrhundert über einen lügenden Dorfrichter, der eine junge Frau belästigt und dabei einen Krug zerschlagen hat – ist das nicht... mehrzu: Krug.Zerbrochen! - Theater Strahl Berlin

Nächster Termin:
Krug.Zerbrochen! Lustspiel frei nach Heinrich von Kleist
Termin:
Donnerstag, 25. Juni 2026, 18:00 Uhr
Ort:
Theater Strahl - Halle Ostkreuz
Adresse:
Marktstraße 11, 10317 Berlin-Lichtenberg
Preis:
ab 23,45 €

Was ihr wollt

Er liebt sie. Sie liebt ihn nicht. Dafür liebt ihn eine andere, die ihre Liebe nicht zeigen darf. Was nach einer herzerweichenden Tragödie mit tödlichem Ausgang klingt, hat William Shakespeare zu einer Komödie mit Tiefgang inspiriert. Durch einen Schiffbruch... mehrzu: Was ihr wollt

Termin:
Donnerstag, 25. Juni 2026, 19:30 Uhr (6 weitere Termine)
Ort:
Hans Otto Theater / Seebühne
Adresse:
Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam
Preis:
ab 31,90 €

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