HUNTER ist eine interdisziplinäre Performance, die sich kritisch mit den allgegenwärtigen misogynen Rollen befasst, die Frauen in drei zentralen „Körpergenres“ im Film zugewiesen werden: Pornografie, Horror und Melodram. Zusammen mit ihrer hyperrealistischen, lebensgroßen Doppelgängerin in Puppenform entwirft Courtney May Robertson ein Gewebe aus Bildern, in denen das Groteske, (sexuelle) Perversion und emotionale Exzesse zu triumphalen Symbolen für körperliche Autonomie und Empowerment werden. Das Duo – die eine aus Fleisch und Blut, die andere aus Schaumstoff und Silikon – zeichnet die inneren Qualen und Ekstasen eines Individuums nach, das im Konflikt mit einer archaischen Gesellschaft steht, die Reinheit als moralischen Maßstab hochhält.
Das Publikum wird eingeladen, die Tiefen eines verschlossenen privaten Raums zu betreten, in dem sich die starre Dichotomie zwischen Abscheu und Anziehung auflöst. Robertson ist überzeugt, dass sich das Gefühl des Ekels, das im Allgemeinen mit Abneigung assoziiert wird, in eine paradoxe Faszination verwandeln kann, wenn die Scham aufgehoben wird. Angetrieben von einer Industrial-Klanglandschaft, komponiert von Acidic Male, wird in HUNTER Selbstzerstörung zum Akt der Selbsterhaltung.
HUNTER wurde 2024 im Rahmen des Nederlands Theater Festival mit dem VSCD Mime/Performance Prize ausgezeichnet und in der Zeitung NRC als eine der zehn besten Tanzaufführungen des Jahres 2024 aufgeführt.
INFORMATIONEN ZUR BARRIEREFREIHEIT
Konzept, Choreografie, Videodesign, Performance: Courtney May RobertsonSounddesign: Puck Schot (Acidic Male)Lichtdesign, Bühnenbild: Manuel BoutreurPuppendesign: Ronald SchinkelshoekDramaturgie: Lara van LookerenPerückendesign: Zoe MorganKostümdesign: Matija FranjesDiscomfort Devices: BNDSNBewegungsassistenz: Olympia KotopoulosCreative Producer: Lena MeijerTechnische Produktion Tournee: Stefan ProkopTour-Technik: Stefan Prokop, Merijn Boers, Jelle Rebel Tournee-Management: Anna Møller PR & Kommunikation: Jannes HeidingaDank an: Yoko Haveman
Eine Produktion von Courtney May Robertson in Koproduktion mit Dansateliers, Dans Brabant, ICK Artist Space und Grand Theatre Groningen. Mit Unterstützung von Stimuleringsfonds Design Grant, Fonds 21, AFK und Gemeente Rotterdam. Medienpartner: Missy Magazine, Siegessäule, taz.