Aktuelle Sprache: Deutsch

Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

Termin-Details

Tickets für diesen Termin buchen

Karte

Es folgt eine Kartendarstellung.Karte überspringen

Zum Stadtplan

Ende der Karte.

Verkehrsanbindungen

2 weitere Termine

Teil von:

Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

Das grenzenlose Leben in der Großstadt, der Anspruch auf Freiheit und die Kostbarkeit des eigenen Lebensentwurfs – nämlich genau so leben zu können, wie man es möchte – finden am Ende des Tages im "wirklichen" Leben nur wenig Platz.

  • Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

    Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

  • Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

    Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

  • Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

    Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

  • Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

    Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

  • Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

    Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

  • Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

    Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

  • Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

    Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

Stellt sich die Frage: Gibt es das denn überhaupt, "freien Willen"? Kann man das überhaupt, "Leben nach eigener Vorstellung"? Oder ist das am Ende doch nur etwas für die "happy few", in einer Welt, die längst berechnet und verkauft ist? In einer Abrechnung und Annäherung gleichermaßen durchlebt Dostojewskis Protagonist noch einmal sein Leben, predigt und wütet heillos, immer auf der Suche nach dem echten Leben innerhalb der Abgründe der Gesellschaft.

Künstler/Beteiligte: von Fjodor M. Dostojewski (Autor/in), Oliver Kraushaar, Max Lindemann, Katja Pech, Anneke Goertz, Johannes Nölting

Laufzeit: Mi, 08.04.2026 bis Mi, 01.07.2026

Die Unsichtbaren

Die meisten Dinge im Leben sind in Systemen geordnet; seien es politische Systeme und Staatsformen, Wirtschaftssysteme, Sitten und Sprache, Mythen und Glaube oder Organisationsformen von Wissen. Menschen schaffen Systeme, um sich die Natur, die Umwelt und jede Form von Miteinander handhabbar zu machen. Sie schützen vor dem Nichts – vor der Sinnlosigkeit und Grausamkeit der Welt.Ein Problem allerdings, das sich damit stellt, ist, dass Systeme immer auch Macht bedeuten. Sie machen die Welt zwar verfügbar, aber so gut wie nie komplett und nie für alle. Die Menschen nun, die – selten freiwillig – außerhalb dieser Systeme geraten, sind es, die im Mittelpunkt von Dostojewskis Werk stehen: Die Unsichtbaren, die nicht reich, klug, jung oder fortschrittlich genug sind. Diese Menschen sind nicht gern gesehen und sie kommen auch selten in der Literatur vor. Die Gefahr, die die Unsichtbaren darstellen, ist nämlich, dass sie sichtbar machen, dass Systeme menschengemacht sind und damit veränderbar; sie sind gefährdet und gefährdend gleichermaßen. Diese Unsichtbaren zeigen, dass es etwas gibt, das außerhalb des Systems ist und das liegt daran, dass Systeme nicht natürlich sind. Und wenn die Welt veränderbar ist, bedeutet das auch, dass wir, die wir in den Systemen leben, für sie verantwortlich sind und einen Umgang mit dem, was außerhalb ist, finden müssen.Die Totalität von Systemen nivelliert den Menschen – das zeigt sich bei Dostojewski an denjenigen, die in ihnen nicht vorkommen, die am Rand oder vor dem Abgrund stehen und nicht weiter wissen. Denn in ihnen offenbart sich die menschliche Existenz – als schmerzhaft und gefährdet, aber frei. Denn der Mensch hat eine Wahl – wenn auch keine leichte. Dostojewski besteht darauf, dass sich die Freiheit des Menschen, die er zwischen den zwei Polen der Welt – dem Glauben und dem Wissen – verloren sieht, im Wollen besteht. Wo der Glaube den Menschen zu sittlicher Demut ermahnt und das Wissen dem Menschen beweist, dass er nichts weiter als eine Reihe molekularer Kausalketten ist, können wir Freiheit wollen und sind damit verantwortlich. Die Welt ist ein System vor dem Abgrund – und es liegt an uns sie zu gestalten.

•Johannes Nölting

MIT Oliver Kraushaar
REGIE Max Lindemann
BÜHNE Katja Pech
KOSTÜM Anneke Goertz
LICHT Arnaud Poumarat
DRAMATURGIE/BEARBEITUNG Johannes Nölting

Alternative Veranstaltungen

Krug.Zerbrochen! - Theater Strahl Berlin

Krug. Zerbrochen! ab 14 Jahre | Lustspiel frei nach Heinrich von Kleist | Premiere: 13.2.2025 Ein Lustspiel aus dem 19. Jahrhundert über einen lügenden Dorfrichter, der eine junge Frau belästigt und dabei einen Krug zerschlagen hat – ist das nicht... mehrzu: Krug.Zerbrochen! - Theater Strahl Berlin

Nächster Termin:
Krug.Zerbrochen! Lustspiel frei nach Heinrich von Kleist
Termin:
Mittwoch, 01. Juli 2026, 18:00 Uhr
Ort:
Theater Strahl - Halle Ostkreuz
Adresse:
Marktstraße 11, 10317 Berlin-Lichtenberg
Preis:
ab 23,45 €

Shakespeare in Love - Shakespeare Players

Nach Her Majesty's Will (2023) werden wir zum zweiten Mal ein Stück über Shakespeares Leben aufführen. Shakespeare in Love erzählt die fiktive Entstehungsgeschichte von Romeo und Julia. Will Shakespeare leidet unter einer Schreibblockade, die sich erst... mehrzu: Shakespeare in Love - Shakespeare Players

Nächster Termin:
Shakespeare in Love
Termin:
Mittwoch, 01. Juli 2026, 19:00 Uhr (1 weiterer Termin)
Ort:
Aula - Friedrich-Ebert-Gymnasium (FEO)
Adresse:
Blissestraße 22, 10713 Berlin-Wilmersdorf
Preis:
ab 6,00 €

Im Osten - Geschichten aus der Sonderzone - TRIPLE A THEATER

Komödie des Monats Vier Menschen aus Ost und West treffen sich zu einem launigen Grillfest. Die Rostbratwurst (natürlich aus Thüringen!) schmeckt herrlich, doch die ausgelassene Stimmung kippt und löst einen emotionalen Hurrikan aus. Das Potsdamer TRIPLE... mehrzu: Im Osten - Geschichten aus der Sonderzone - TRIPLE A THEATER

Nächster Termin:
Anna Keil, Anja Panse, Ilja Schierbaum und Reiner Gabriel
Termin:
Mittwoch, 01. Juli 2026, 19:30 Uhr (8 weitere Termine)
Ort:
Kabarett Obelisk Potsdam
Adresse:
Charlottenstraße 31, 14467 Potsdam
Preis:
ab 28,60 €

Mehr Veranstaltungen der Kategorie "Theater" anzeigen…

Fragen zum Veranstaltungskalender beantwortet unsere Hilfe. Nutzungsbedingungen finden Sie unter Informationen zu unseren Partnern und Nutzungsbedingungen.