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The Hole Story

Tanz trifft Porno: Ein Liebesbrief an den Anus.

  • Performer mit nacktem Oberkörper auf dunkler Bühne, Arm erhoben, transparenter Dildo in der Hand.

    – Performer mit nacktem Oberkörper auf dunkler Bühne, Arm erhoben, transparenter Dildo in der Hand.

  • Performer:in in schwarzem Harness beugt sich auf einer dunklen Bühne über eine blaue Mülltonne.

    – Performer:in in schwarzem Harness beugt sich auf einer dunklen Bühne über eine blaue Mülltonne.

The Hole Story ist ein queeres Tanzsolo über das, was Pornografie nicht zeigt: Scheitern, Humor und die ungeordnete Suche nach Verbindung.

Die Performance richtet pornografische Bilder gegen sich selbst und hinterfragt, wie wir Körper, Macht und Begehren betrachten. Zwischen Bewegung, Projektionen und gesprochenem Wort entwirft Iacopo Loliva eine post-pornografische Bühne, auf der der begehrte Körper zugleich zu Protest und Poesie wird.

Inspiriert ist das Stück von Annie Sprinkles bahnbrechendem Public Cervix Announcement, in dem sie in den 1990er Jahren dem Publikum ihren Gebärmutterhals zeigte. Von dort aus verankert sich die Performance in Verletzlichkeit und Lust. Ihr Fokus: der Anus.

Der Anus wird hier nicht als Schockeffekt ausgestellt, sondern als Ort der Verletzlichkeit, des Humors und radikaler Ehrlichkeit. Indem The Hole Story das Hässliche, das Unerwünschte und das Verworfene als Quelle von Stärke beansprucht, setzt sich das Stück mit den Hierarchien auseinander, die Mainstream-Pornografie hervorbringt. Welche Körper gelten als wertvoll, welche Formen des Begehrens werden belohnt und grundlegender noch: Was darf überhaupt als schön und begehrenswert gelten?

Was einst hinter verschlossenen Türen verborgen blieb, rückt nun ins Zentrum. Pornografie wird zu einer kollektiven Erfahrung, Intimität zu einem politischen Akt. In Fortführung von Between Heart and Hole, das 2025 im Frascati in Amsterdam ausverkauft war, lädt The Hole Story dazu ein, nicht nur Pornografie zu hinterfragen, sondern auch die Art und Weise, wie wir lieben und uns selbst schützen. Das Stück bittet das Publikum behutsam, Unbehagen auszuhalten und darin vielleicht auch etwas von sich selbst wiederzuerkennen.

Künstlerische Leitung, Performance und Text

Iacopo Loliva

Dramaturgie

Hadrien Daigneault-Roy

Foto

Annelies Verhelst

Video

Marcel Casablanca Martinez

Karte

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