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Mille et Une Nuits

Performative Oper von Sorour Darabi im Rahmen der Reihe „wielding fissures“

  • Mille et Une Nuits 1 – Eine Person mit nacktem Oberkörper liegt auf der Bühne. Rechts und links hängen Eisblöcke, durch die sich das Licht bricht.

    Mille et Une Nuits 1 – Eine Person mit nacktem Oberkörper liegt auf der Bühne. Rechts und links hängen Eisblöcke, durch die sich das Licht bricht.

  • Mille et Une Nuits 2 – Eine Person mit nacktem Oberkörper hält einen kleinen Eisblock in der Hand. Links daneben hängt ein großer Eisblock in einer Kettenkontruktion.

    Mille et Une Nuits 2 – Eine Person mit nacktem Oberkörper hält einen kleinen Eisblock in der Hand. Links daneben hängt ein großer Eisblock in einer Kettenkontruktion.

  • Mille et Une Nuits 3 – Eine gelblich beleuchtete Bühne. Man sieht nur die Umrisse von zwei Personen.

    Mille et Une Nuits 3 – Eine gelblich beleuchtete Bühne. Man sieht nur die Umrisse von zwei Personen.

In der Weite der Nacht entsteht eine Oper für das 21. Jahrhundert, mit neuen Ästhetiken und Perspektiven und einer anderen Beziehung zur Welt: Mit „Mille et Une Nuits“ präsentiert der iranische Choreograf Sorour Darabi im Radialsystem seine erste Oper – eine immersive Performance, die den Stimmen Raum gibt, die von alten Mythen an den Rand gedrängt wurden. Die Deutschlandpremiere von Darabis Oper ist gleichzeitig der Auftakt zu der neuen Reihe wielding fissures – carving cracks in the surface of the now im Radialsystem.

„Mille et Une Nuits“ beleuchtet „Tausendundeine Nacht“ aus der Perspektive der Erzählerin Scheherazade. Das Originalwerk, das von einem heterosexuellen Cis-Mann konzipiert wurde, wurde oft dafür kritisiert, die Figur der Scheherazade auf den Status eines Erzählinstruments zu reduzieren und ihren Körper, ihre Wünsche und ihre Subjektivität zugunsten des Autors in den Schatten der Geschichten zu verbannen. Im Zentrum von Sorour Darabis „Mille et Une Nuits“ ist die Nacht daher nicht nur eine Metapher für das Erfinden von Geschichten, sondern ein Raum, in dem Scheherazades wahres Wesen endlich erblühen kann – als queerer Mythos, fernab der Zwänge einer cis-heteronormativen Welt.

In der traditionellen und konservativen Oper fehlen vielfältige Körper und Ausdrucksformen unkonventioneller Sexualität. „Mille et Une Nuits“ erforscht eine Ästhetik der transgeschlechtlichen Stimme. Bei den meisten trans Personen bewirken Hormonbehandlungen eine Veränderung der Stimme, die sich auf die Klangbildung in den Stimmbändern auswirkt. Es ist diese Kraft der Zerbrechlichkeit und der emotionalen Textur, die „Mille et Une Nuits“ hervorhebt, weit entfernt von einem normativen Verständnis technischer Perfektion, indem die Stimme als affektive Landschaft betrachtet wird. 

Embodied Practice mit Sorour DarabiMi 29 07 17.30 UhrEintritt frei.Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt, Anmeldung erforderlich.

Local HostingFr 31 07  im Anschluss an die Vorstellung, auf EnglischHost Sorour DarabiCo-Hosts kiana rezvani (Choreograf*in), Dr. Ashkan Sepahvand (Künstler und Schriftsteller)

Künstler/Beteiligte: Sorour Darabi (Choreografie, Dramaturgie, Texte und Künstlerische Leitung), Aimilios Arapoglou, Li-Yun Hu, Lara Chanel, Felipe Faria, Sorour Darabi, Pablo Altar, Florian Le Prisé, Ange Halliwell (Performance, Gesang, Schauspiel und live Musik), Pablo Altar, Florian Le Prisé (Komposition), Henry Browne (Vocal Coach), Shaly Lopez (Lichtdesign), Jean-Marc Ségalen (Technische Leitung), Alicia Zaton, basierend auf einer Idee von Sorour Darabi (Bühnenbild), Anousha Mohtashami (Kostüme), Ava Ansari (Textredaktion und Englisch-Persische Kuration (POETIC SOCIETIES, Crafted Conseil Remote Residency Program)), Marouane Bakhti (Outside Eye), DEEPDAWN/ Sorour Darabi (Produktion), Emmilou Roessling (Audiodeskription)

Eine Produktion von Sorour Darabi. In Koproduktion mit Festival Montpellier Danse (Montpellier), CCN Ballet national de Marseille (Marseille), Arsenic – Centre d'art scénique contemporain (Lausanne), Festival d'Automne à Paris (Paris), La Villette (Paris), CND Centre national de la danse (Pantin), Tanzquartier Wien GmbH (Wien), Fonds franco-allemand Transfabrik pour le spectacle vivant (Berlin), Charleroi danse – Centre chorégraphique de la Fédération Wallonie-Bruxelles (Brüssel), Festival Theaterformen (Berlin). Mit Unterstützung von Drac Île-de-France – Ministère de la Culture. ADAMI, SPEDIDAM.

Mit Unterstützung von La Manutention du Palais de Tokyo, CND Centre national de la danse, Trauma Bar und Kino (Berlin); Tanzhaus Zürich (Zürich), PACT Zollverein (Essen), KWP Kunstenwerkplaats (Brüssel) & POETIC SOCIETIES (Detroit), KWP Kunstenwerkplaats (Brüssel), The Saison Foundation (Japan). Dank an Palmina D’Ascoli, David Lopez und Thomas Gachet.

Die Reihe „wielding fissures“ ist gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt im Rahmen der Spartenoffenen Förderung. Mit Unterstützung der Radial Stiftung.

Medienpartner Radialsystem: taz. die tagenszeitung, tip Berlin,The Berliner.

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