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MENA Prison Forum in Berlin #7

Understanding Prison

Einst ein pulsierendes palästinensisches Flüchtlingslager und integraler Bestandteil von Damaskus, wurde Yarmouk nach der Revolution von 2011 zum Schauplatz extremer staatlicher Gewalt. Nach Massenprotesten im Jahr 2012 verhängten das Assad-Regime und seine verbündeten Milizen eine brutale Belagerung. Die Zivilbevölkerung wurde von Lebensmitteln, Medikamenten und Hilfsgütern abgeschnitten. “Belagern, aushungern, zur Aufgabe zwingen” wurde zur Strategie des Regimes.Die Erfahrungen aus Yarmouk zeigen alarmierende Parallelen zu Gaza. Humanitäre Hilfsstrukturen werden gezielt zerstört, Versorgungswege unterbrochen und Zivilist*innen durch den Entzug lebenswichtiger Ressourcen gefährdet.Die siebte Ausgabe der Diskursreihe “Understanding Prison: MENA Prison Forum in Berlin” verbindet Musik, Zeitzeug*innenberichte und Dialog. Der Abend beginnt mit einem Konzert des Pianisten Aeham Ahmad, Überlebender der Hungerblockade in Yarmouk, auf der Oud begleitet vom Aktivisten Wassim Mukdad. Die Schauspielerin Lujain Mustafa liest aus dem Buch von Aeham Ahmad, das die Belagerung beschreibt. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion statt. Vor dem Hintergrund des laufenden Gerichtsverfahrens in Koblenz stellt sich die Frage: Gibt es nach den Kriegsverbrechen, bei denen Hunger gezielt als Kriegswaffe eingesetzt wurde, Möglichkeiten für Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht – von Yarmouk bis Gaza?

ca. 120-180 Min.

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