„Das Brautkleid aus Cellophan“, Dezember 1934. Eines der letzten Berliner Modelle von Erna Becker – Stolze Initialen: Kleid mit Messingmonogramm von Richard Goetz 1933 – Extravagantes Strassner-Modell, London 1940: Dunkelblauer Mantel mit scharlachrotem Futter und rot-weiß-gepunktetem Kleid – Mante…
© Gesa Kessemeier
„Berlin ist Mode!“, hieß es 1927. „Modekünstler*innen“ waren Stars, Couturehäuser begeisterten mit visionären Entwürfen. Die Presse schrieb, ihre Namen würden »so populär in den Mund genommen, als handle es sich nicht um Modehäuser, sondern um Filmstars oder Bühnenlieblinge«. Nach dem 30. Januar 1933 war nichts mehr wie zuvor. Bewunderte Designer*innen galten nun als Paria. Die Nationalsozialist*innen verfolgten sie als Juden und Jüdinnen, Homosexuelle und Demokrat*innen, nahmen ihnen ihre bürgerliche Existenz, ihre Firmen, ihr Leben. Ein Verlust, der bis heute nachwirkt. Die Geschichten von Joe Strassner, Erna Becker, Clara Boehm, Recha Hirschfeld oder Richard Goetz stehen beispielhaft für die Zerstörung der Berliner Modewelt, zeugen von bewegenden Schicksalen, brutaler Verfolgung bis hin zu neuen Erfolgen in der Emigration.
Referentin: Gesa Kessemeier, Berlin
Programm Mode Thema Mode 2026 / 2027 zum Download (PDF, 700 KB)
Kostenfrei. Keine Anmeldung erforderlich.
Treffpunkt: Foyer
Preisinformationen: Kostenfrei