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UpStadt e.V. zum Umbenennungsprozess vom Blücher- in Eva-Mamlok-Platz

Im Oktober 2026 soll der Blücherplatz in Berlin-Kreuzberg in Eva-Mamlok-Platz umbenannt werden. Eva Mamlok war eine junge, jüdische Frau, die bereits als Jugendliche Widerstand gegen den Nationalsozialismus leistete. Der mündlichen Überlieferung nach kletterte sie sogar auf das Dach des Warenhauses Tietz am Blücherplatz und schrieb dort „Nieder mit Hitler“.

Mit der Umbenennung würdigt der Bezirk jedoch nicht nur Eva Mamlok persönlich, sondern auch den bislang in Berlin oft weniger sichtbaren Widerstand von jüdischen Frauen gegen den Nationalsozialismus. Damit wird die 1884 vorgenommene Benennung des Platzes nach dem preußischen Feldherrn Gebhard Leberecht von Blücher aufgehoben. Der Blücherplatz ist eine der vielen Adressen in Kreuzberg, die die Namen von Feldherren und Schlachten der Befreiungskriege gegen die napoleonischen Truppen 1813/14 tragen.

Initiiert wurde die Umbenennung von UpStadt e.V., einem 2020 aus drei Kreuzberger Initiativen hervorgegangenen gemeinnützigen Verein, der sich für die gemeinwohlorientierte Entwicklung des Rathausblocks am Dragonerareal engagiert. Dort plant der Verein zudem, in den ehemaligen Pferdeställen am Mehringdamm einen dauerhaften Geschichts- und Lernort einzurichten.

Bei der Veranstaltung wird Bertram Dudschus, Stadtaktivist und Co-Vorstand von Upstadt e.V., mehr über den Umbenennungsprozess und wie es dazu kam erzählen. Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zur Ausstellung „umbenennen?! WERKSTADT – Aktivismus, Kritik und Aktionen zu Straßennamen“ des Vereins Straßenlärm Berlin e.V. in Kooperation mit dem FHXB Museum.

Anmeldung/Buchung: Keine Anmeldung nötig | Rollstuhlgerechter Zugang

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