65 Jahre Mauerbau
Mit dem Bau der Berliner Mauer im August 1961 wurde die Bevölkerung Ost-Berlins über Nacht plötzlich und unvorbereitet von ihren Familien, Partner*innen, Freund*innen, Arbeitsstellen, Studien- oder Schulplätzen in West-Berlin getrennt. Zahlreiche Menschen versuchten daher, durch selbstgegrabene Tunnel die tödlichen Sperranlagen zu unterqueren und so in die Freiheit zu gelangen.
In unmittelbarer Nähe zum Tunnelbau-Brennpunkt Bernauer Straße wird die Geschichte der Berliner Fluchttunnel erzählt und ein Blick in den einzigen originalen Fluchttunnel von 1970/71 geboten – neun Meter unter der Oberfläche. Dieser ist durch einen vom Berliner Unterwelten e.V. gebauten rund 30 Meter langen Tunnel erschlossen.
Im Anschluss an die Führung wird Zeitzeuge Boris Franzke (Jahrgang 1937), einer der aktivsten Fluchttunnelbauer im Berlin der frühen 1960er Jahre, über seine Zeit als Fluchthelfer berichten. Er war an dem Bau von sieben Fluchttunneln beteiligt, von denen letztlich nur ein einziger erfolgreich gewesen ist. Trotz des Scheiterns vieler seiner Tunnelbauten verlor Boris Franzke nie die Hoffnung oder Motivation – im Gegenteil: Beharrlich grub er weiter, um vor allem Familien und Freund*innen den Weg in die Freiheit nach West-Berlin zu ermöglichen.
Treffpunkt: Brunnenstraße 141, 10115 Berlin
Preisinformationen: Tickets ab 30 Tage im Voraus erhältlich
Preis: 26,00 €