TREUHAND-BLUES-KONFERENZ

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TREUHAND-BLUES-KONFERENZ

Kooperation mit Denkraum Ost

TREUHAND-BLUES-KONFERENZ – Schwarzer Hintergrund mit Klaviertasten. Texte: "TREUHAND BLUES KONFERENZ", "ENGERLING", "Film", "Gespräche", "Theater", "Vorträge", "Diskussionen", "Konzert"

TREUHAND-BLUES-KONFERENZ – Schwarzer Hintergrund mit Klaviertasten. Texte: "TREUHAND BLUES KONFERENZ", "ENGERLING", "Film", "Gespräche", "Theater", "Vorträge", "Diskussionen", "Konzert"

37 Jahre nach der deutschen Einheit wirken die Erfahrungen der “Treuhandzeit” bis heute nach – in Familiengeschichten, Biografien, Unternehmen, Regionen und im gesellschaftlichen Selbstverständnis Ostdeutschlands. Der tiefgreifende gesellschaftliche Wandel der 1990er Jahre bedeutete für viele Verlust von Arbeit, sozialer Sicherheit und Identität, zugleich aber auch Improvisationsfähigkeit, Anpassungsstärke und neue Formen gesellschaftlicher Selbstorganisation.

Was passt da besser als der "Blues" im Titel ?

Was ist er, der Blues ? Weit mehr als nur melancholische Musik, er steht für Schmerz, aber auch für Widerstandskraft, Hoffnung und die Bewältigung von Herausforderungen. Melancholie und Traurigkeit sind zentrale Themen des Blues, gleichzeitig transportiert er aber auch Kraft und Widerstand, indem er diese Emotionen offen ausspricht und so Raum für Verarbeitung und Heilung schafft. Er ist eine musikalische Form, die es ermöglicht, persönliche und gesellschaftliche Probleme auszudrücken und gleichzeitig eine Gemeinschaft von Menschen mit ähnlichen Erfahrungen zu verbinden.

Ostdeutsche Perspektiven bleiben in öffentlichen Debatten oft zu wenig differenziert betrachtet. Für Westdeutsche sind die Hintergründe oftmals gar nicht bekannt, weil sie von den Folgen weniger tangiert wurden. Gerade angesichts aktueller Krisen – von wirtschaftlicher Transformation über Digitalisierung bis hin zu gesellschaftlicher Verunsicherung – gewinnen diese Erfahrungen neue Bedeutung. Ostdeutschland wird damit nicht nur als Erinnerungsraum betrachtet, sondern als Erfahrungsraum für Wandel.

Die Konferenz schafft einen generationsübergreifenden Austausch zwischen Zeitzeugen, Kulturschaffenden, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie verbindet historische Aufarbeitung mit aktuellen Zukunftsfragen und stärkt demokratische Diskursfähigkeit sowie gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Wir begrüßen:

Ira Roschlau/ Gastgeberin, Mitveranstalterin, Moderatorin

Gisela Oechelhaeuser/ Kabarettistin, Autorin, Moderatorin

Axel Kaspar/ Moderator, Filmemacher, Autor

Jochen Alexander Freydank/ Regisseur, Mitinitiator "Quote Ost"

Udo Feser Rechtsanwalt, Liquidator und Berater bei der Treuhand

engerling/ Rock'n'Blues mit Geschichte und Blick nach vorn.

 

37 Jahre nach der deutschen Einheit wirken die Erfahrungen der “Treuhandzeit” bis heute nach – in Familiengeschichten, Biografien, Unternehmen, Regionen und im gesellschaftlichen Selbstverständnis Ostdeutschlands. Der tiefgreifende gesellschaftliche Wandel der 1990er Jahre bedeutete für viele Verlust von Arbeit, sozialer Sicherheit und Identität, zugleich aber auch Improvisationsfähigkeit, Anpassungsstärke und neue Formen gesellschaftlicher Selbstorganisation.

Was passt da besser als der "Blues" im Titel ?

Was ist er, der Blues ? Weit mehr als nur melancholische Musik, er steht für Schmerz, aber auch für Widerstandskraft, Hoffnung und die Bewältigung von Herausforderungen. Melancholie und Traurigkeit sind zentrale Themen des Blues, gleichzeitig transportiert er aber auch Kraft und Widerstand, indem er diese Emotionen offen ausspricht und so Raum für Verarbeitung und Heilung schafft. Er ist eine musikalische Form, die es ermöglicht, persönliche und gesellschaftliche Probleme auszudrücken und gleichzeitig eine Gemeinschaft von Menschen mit ähnlichen Erfahrungen zu verbinden.

Ostdeutsche Perspektiven bleiben in öffentlichen Debatten oft zu wenig differenziert betrachtet. Für Westdeutsche sind die Hintergründe oftmals gar nicht bekannt, weil sie von den Folgen weniger tangiert wurden. Gerade angesichts aktueller Krisen – von wirtschaftlicher Transformation über Digitalisierung bis hin zu gesellschaftlicher Verunsicherung – gewinnen diese Erfahrungen neue Bedeutung. Ostdeutschland wird damit nicht nur als Erinnerungsraum betrachtet, sondern als Erfahrungsraum für Wandel.

Die Konferenz schafft einen generationsübergreifenden Austausch zwischen Zeitzeugen, Kulturschaffenden, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie verbindet historische Aufarbeitung mit aktuellen Zukunftsfragen und stärkt demokratische Diskursfähigkeit sowie gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Wir begrüßen:

Ira Roschlau/ Gastgeberin, Mitveranstalterin, Moderatorin

 

Ira Roschlau ist Mitgründerin von DenkRaumOst – der gemeinnützigen Gesellschaft für Transformation & Wandel.

Als Beraterin, Trainerin und Dozentin begleitet sie seit mehr als 20 Jahren Organisationen in Veränderungsprozessen. Als Ostdeutsche mit eigener Transformationserfahrung verbindet sie ihr fachliches Knowhow mit gelebter Praxis und macht die Erfahrungen der ostdeutschen Umbrüche für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik nutzbar. Ihr Anliegen: Aus Herkunft Zukunft machen – und aus Erfahrungen neue Perspektiven entstehen lassen.

Gisela Oechelhaeuser/ Kabarettistin, Autorin, Moderatorin

Wir kennen Gisela Oechelhaeuser seit Jahrzehnten als leidenschaftliche streitlustige Kabarettistin, und auch als leidenschaftliche Dialektikerin. Die Oechelhaeuser wird umgetrieben von der Frage: wieviel Eigentum, Menschenwürde, Hoffnung, Zukunft wurde veruntreut durch die "Treuhand"? Die DDR wurde geschluckt, sie wurde zum Teil eines Deals im Prozess der Neuordnung von Einflusssphären.

"Sorgen wir mit Zusammenkünften wie dieser Konferenz dafür, dass die Sieger lange an uns zu kauen haben!

Gisela Oechelhaeuser ist eine Sammlerin von Nachricht, Information und darin verborgenem Widersinn; die Lebendigkeit ihrer Kunst erwächst aus der Art, wie sie alles Material im Herzen sofort verfeuert und in eigene Frage-Materie umsetzt. »Man muss aber in das Elend gehn«, schrieb Volker Braun vor Jahren in einem Gedicht für die Oechelhaeuser. Sie geht ins Elend, das auch ihr eigenes ist: Wie frei ist der Mensch, wenn er alles darf?" Hans-Dieter Schütt

Axel Kaspar/ Moderator, Filmemacher, Autor

Jahrgang 1939. Nach der Schulzeit folgten die Stationen: Lehre zum Handelskaufmann, ABF Rostock mit Abitur, Volontär in der „Ostsee Zeitung“, Journalistik-Studium in Leipzig, Fernsehen der DDR. Von 1968 – 1991 war er Redakteur, Autor, Regisseur und 14 Jahre Moderator beim kritischen Magazin „PRISMA“. Von 1992 – 2008 freier Mitarbeiter für den MDR: Magazin „WIR“, jetzt „exakt“ sowie das ARD-Magazin „FAKT“. Außer Magazin-Beiträge drehte er vor und nach 1990 insgesamt 55 längere Reportagen/Dokumentarfilme.

Wir zeigen seinen Film „Freitaler Talfahrt- Reportage aus einer bedrohten Region““ /1992 und sprechen mit ihm darüber.

Jochen Alexander Freydank/ Regisseur, Mitinitiator "Quote Ost"

Der 1967 in Ost-Berlin geborene Regisseur Jochen Alexander Freydank ist nicht erst seit seinem OSCAR-Gewinn im Jahre 2009 ein bekannter Name im Filmgeschäft. Einem Regievolontariat beim DFF, Seminaren an der Schauspielschule „Ernst Busch“ und einem Studium der Theaterwissenschaften an der HU Berlin folgte der Start seiner Filmkarriere als Cutter, Regieassistent, Drehbuchautor und Produzent mit eigener Produktionsfirma. Es folgten Regiearbeiten für TV-und Kinofilme von denen viele bedeutende Preise erhielten - bis hin zum Bayerischen Fernsehpreis, Nominierungen für den Grimmepreis und die Romy – und 2009 den Oscar für „Spielzeugland“

2023 gehörte Freydank zu den Initiatoren der Initiative Quote-Ost, die sich für mehr Sichtbarkeit und wahrhaftigere Darstellung ostdeutscher Lebenszusammenhänge einsetzt. Ostdeutsche sind in Entscheidungspositionen in diesem Land in fast allen Bereichen erschreckend unterrepräsentiert. Studien belegen, dass der Anteil Ostdeutscher dort absurd weit unter dem Anteil Ostdeutscher in der Bevölkerung liegt. Aus Sorge um die gesellschaftspolitische und mentale Situation und die Demokratie unseres Landes will Quote-Ost etwas gegen die zunehmende Spaltung tun.

Udo Feser Rechtsanwalt, Liquidator und Berater bei der Treuhand

Udo Feser ist seit 1982 als Rechtsanwalt und vereidigter Buchprüfer tätig. Im Laufe seiner beruflichen Tätigkeit hat er mehr als 3.800 Konkurs-, Gesamtvollstreckungs- und Insolvenzverfahren bearbeitet. Darüber hinaus ist er im Bereich des Restrukturierungs-rechts, Gesellschaftsrechts und des Stiftungsrechts beratend tätig. Er war Mitbegründer verschiedener berufsständischen Organisationen.

Unmittelbar nach Gründung der Treuhandanstalt im Jahre 1990 war Rechtsanwalt Feser im Auftrage des Direktorats Abwicklung der Treuhandanstalt für die Treuhandanstalt als Liquidator und Berater tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit war er unter anderem zuständig für die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB), für Jugendtourist das Offizielle Reisebüro der DDR-Jugendorganisation der FDJ, für den VEB Berliner Vergaser- und Filterwerke (BVF) sowie den VEB Vereinigte Luckenwalder Volltuchfabriken. Als Verwalter wurde er von verschiedenen Gesamtvollstreckungsgerichten bei Gesamtvollstreckungsverfahren von Treuhandbetrieben eingesetzt.

engerling/ Rock'n'Blues mit Geschichte und Blick nach vorn.

Damals war's: Im Januar 1975 bestiegen fünf junge Herren die Bühne eines Gasthofes in Blankenfelde bei Berlin. ENGERLING heißen die, sagte der Kneiper und fügte hinzu: „Na, mit dem Namen werden die aber nicht weit kommen …“ Um die 50 war der – ob er wohl 100 wurde? Engerling wird 51 und ist zum Glück immer noch kein Maikäfer, denn die leben ja bekanntlich nicht sehr lange!

Irgendwie passten Engerling in all den Jahren nirgends so recht ins Konzept und haben es doch geschafft, sich selbst und ihrem Publikum treu zu bleiben. Den DDR-Kulturfunktionären schien die Band um den Pianisten und Songwriter Wolfram Bodag als Blues-Band zu weit weg vom Idealbild des liedhaften Rock „als eigenständigem DDR-Beitrag zur internationalen Musikkultur“, als dass man sie wirklich hätte groß rauskommen lassen. Blues-Puristen dagegen kritisierten die mangelnde Authentizität einer Bluesband, die sich um die Einhaltung des originalen Zwölf-Takt-Schemas wenig scherte und stattdessen Blueselemente nach Belieben mit Rock- und Soulelementen vermengte oder sich gar in lange Improvisationen verstieg, die viel eher ins psychedelische Flower-Power-Lager gepasst hätten.

Seit 51 Jahren feilt die Ost-Formation beharrlich an ihrem eigenen Stil mit intelligenten Texten im Grenzbereich zwischen Deutschrock und eben doch Blues und hat sich damit ein treues, aber ganz und gar nicht „ostalgisches“ Publikum erspielt.

Besetzung:

Wolfram Bodag (ld, key, voc, harm), Heiner Witte (git), Manne Pokrandt (bg), Hannes Schulze (dr)

Das Konzert von "engerling" beginnt ca. 20:00 Uhr. Der Ticketpreis beinhaltet die gesamte Konferenz. Es handelt sich um einen Preisvorschlag. Zusätzliche Spenden bei Überweisung oder am Veranstaltungstag für die Ausrichtung der Konferenz sind willkommen.

Das Theater ist ab 14:30 Uhr geöffnet.

Alternative Veranstaltungen

Food Tour: Kreuzberg kulinarisch

Bei dieser Tour entdeckst du die wichtigsten Orte und die größten Skandale Kreuzbergs. Sei Teil einer 3-stündigen Führung mit spannenden Insider-Geschichten und mache fünf kulinarische Stopps mit je einer internationalen oder lokalen Köstlichkeit. mehrzu: Food Tour: Kreuzberg kulinarisch

Nächster Termin:
XFood Tour - Kreuzberg kulinarisch
Termin:
Freitag, 11. September 2026, 15:30 Uhr (87 weitere Termine)
Ort:
vor dem Casino 36, am U-Bahnhof Kottbusser Tor
Adresse:
Reichenberger Straße 174, 10999 Berlin-Kreuzberg
Preis:
ab 59,61 €

Stadtführung: Mystisches Berlin

Sagen, Legenden und Mythen: Auf der Führung Mystisches Berlin werden die rätselhaften Seiten der Stadt von allen Seiten beleuchtet. mehrzu: Stadtführung: Mystisches Berlin

Nächster Termin:
Mystisches Berlin
Termin:
Freitag, 11. September 2026, 16:00 Uhr (16 weitere Termine)
Ort:
Skulptur Georg Der Drachentöter
Adresse:
Propststraße 8, 10178 Berlin-Kreisfreie Stadt Berlin
Preis:
ab 20,29 €

Kreuzberg Tour: Kriminell und kuschelig

Auf dieser Stadtführung der besonderen Art werfen Interessierte einen Blick hinter die Fassaden von Kreuzberg, dem internationalen Hotspot für den Berliner Lifestyle. mehrzu: Kreuzberg Tour: Kriminell und kuschelig

Nächster Termin:
Kreuzberg Tour - kriminell & kuschelig
Termin:
Freitag, 11. September 2026, 19:00 Uhr (180 weitere Termine)
Ort:
U-Bahn-Station Kottbusser Tor. Casino 36
Adresse:
Reichenberger Straße 174, 10999 Berlin-Kreuzberg
Preis:
ab 27,10 €

Berlin Underground Party Tour

Macht mit bei der Berlin Underground Party Tour: Geführt von einem professionellen Party-Macher besucht ihr einen Späti, eine Bar und einen ausgewählten Techno Rave. mehrzu: Berlin Underground Party Tour

Termin:
Freitag, 11. September 2026, 22:00 Uhr (31 weitere Termine)
Ort:
Spätkauf / Lateshop / Café ROJ 49
Adresse:
Stargarder Straße 50, 10437 Berlin-Prenzlauer Berg
Preis:
ab 50,00 €

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