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Tag des offenen Denkmals 2026: Gedenkort Güterbahnhof Moabit

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Tag des offenen Denkmals 2026: Gedenkort Güterbahnhof Moabit

NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur

Der Gedenkort Güterbahnhof Moabit – Vogelperspektive auf den Gedenkort

Der Gedenkort Güterbahnhof Moabit – Vogelperspektive auf den Gedenkort

Der Güterbahnhof Moabit entstand im 19. Jahrhundert – und seine Baugeschichte zeigt bereits, wie Infrastruktur und Machtinteressen ineinandergriffen: Militärische Planungsvorgaben, wie sie das preußische Militär beim Großen Generalstab formulierte, prägten Anlage und Gleisführung des Bahnhofs maßgeblich. Ohne diese Forderungen hätten die für die Deportationen genutzten Bahnhofsteile nie diese Form angenommen. Der Bahnhof war damit von Beginn an kein neutrales Bauwerk, sondern Ergebnis institutioneller Netzwerke, in denen zivile und militärische Interessen miteinander verbunden waren.

Im Nationalsozialismus wurde diese Infrastruktur Teil eines engmaschigen Systems staatlicher Gewalt. Die Deutsche Reichsbahn übernahm dabei eine zentrale Rolle: Sie organisierte und koordinierte Transporte, stellte Waggons bereit und integrierte die Deportationen nahtlos in ihren regulären Betriebsablauf. So wurde ein Ort des Warenverkehrs auch Knotenpunkt im System der Verfolgung. Zwischen 1942 und 1944 wurden von hier mehr als 30.000 Jüdinnen und Juden in Ghettos und Vernichtungslager deportiert – zuvor in Sammellagern im Stadtgebiet interniert und durch die Straßen Moabits zum Bahnhof getrieben, sichtbar für die städtische Öffentlichkeit.

Nach Jahrzehnten des Vergessens entstand am historischen Ort ein Gedenkort, der die Erinnerung an die Deportationen wachhält. Die Neugestaltung durch raumlabor.berlin macht sichtbar, was lange unsichtbar geblieben war: die physischen Spuren der Gleisanlagen, die Topographie des Geländes, die räumliche Nähe von Alltag und Verbrechen.

Im Rahmen des Tags des offenen Denkmals am 12. und 13. September 2026 bietet Regionalhistoriker Andreas Szagun Führungen an, die von den militärischen Ursprüngen der Bahnhofsanlage über die Rolle der Reichsbahn im System der Verfolgung bis zur Entstehung des heutigen Gedenkortes reichen – und nach den Handlungsspielräumen der beteiligten Akteure fragen. Der Gedenkort lädt dazu ein, das scheinbar Alltägliche als Teil historischer Netzwerke von Gewalt zu begreifen und die Erinnerung daran wachzuhalten.

Treffpunkt: Ellen-Epstein-Straße, 10559 Berlin, neben der Hausnummer 1 / Quitzowstraße, 10559 Berlin, gegenüber der Hausnummer 141

Alternative Veranstaltungen

UNESCO Welterbe Museumsinsel

In diesem Jahr wird die Museumsinsel 200 Jahre alt. Seit 1999 gehört sie zum UNESCO-Welterbe. Sie vereint fünf herausragende Museumsgebäude des 19. und 20. Jahrhunderts sowie die 2019 eröffnete James-Simon-Galerie zu einem einzigartigen Ensemble. mehrzu: UNESCO Welterbe Museumsinsel

Termin:
Samstag, 12. September 2026, 11:00 Uhr (8 weitere Termine)
Ort:
Museumsinsel
Adresse:
Bodestraße 1, 10178 Berlin-Mitte

Sonderführungen - Klostergelände

Wandeln Sie mit erfahrenen Gästeführern durch die geschichtsträchtige Klosteranlage und erleben Sie weitere Facetten des Klosters Neuzelle. Jedes Wochenende finden verschiedene Sonderführungen durch das sogenannte Barockwunder Brandenburgs statt. Organisiert... mehrzu: Sonderführungen - Klostergelände

Nächster Termin:
Gesamtführung Kloster Neuzelle
Termin:
Samstag, 12. September 2026, 14:30 Uhr
Ort:
Orangerie Neuzelle - Stiftung Stift Neuzelle
Adresse:
Stiftsplatz 7, 15898 Neuzelle
Preis:
ab 13,50 €

Depeche-Mode-Fantour Berlin - Bustour auf den Spuren von Depeche Mode

Depeche Mode in BerlinDepeche Mode sind eine absolute Ausnahmeband, deren Mitglieder zwischen 1983 und 1986 in Berlin gelebt und gearbeitet haben. Aus diesem Grunde gibt es viele Berührungspunkte, die Berlin zur "Hauptstadt" von Depeche Mode machen: die... mehrzu: Depeche-Mode-Fantour Berlin - Bustour auf den Spuren von Depeche Mode

Termin:
Samstag, 12. September 2026, 15:00 Uhr (2 weitere Termine)
Ort:
Busparkplatz/Berlin Hbf (Ausgang Nord)
Adresse:
Invalidenstraße, ggü. Europaplatz, 10557 BERLIN
Preis:
ab 39,20 €

Food Tour: Kreuzberg kulinarisch

Bei dieser Tour entdeckst du die wichtigsten Orte und die größten Skandale Kreuzbergs. Sei Teil einer 3-stündigen Führung mit spannenden Insider-Geschichten und mache fünf kulinarische Stopps mit je einer internationalen oder lokalen Köstlichkeit. mehrzu: Food Tour: Kreuzberg kulinarisch

Nächster Termin:
XFood Tour - Kreuzberg kulinarisch
Termin:
Samstag, 12. September 2026, 15:30 Uhr (87 weitere Termine)
Ort:
vor dem Casino 36, am U-Bahnhof Kottbusser Tor
Adresse:
Reichenberger Straße 174, 10999 Berlin-Kreuzberg
Preis:
ab 59,61 €

Stadtführung: Mystisches Berlin

Sagen, Legenden und Mythen: Auf der Führung Mystisches Berlin werden die rätselhaften Seiten der Stadt von allen Seiten beleuchtet. mehrzu: Stadtführung: Mystisches Berlin

Nächster Termin:
Mystisches Berlin
Termin:
Samstag, 12. September 2026, 16:00 Uhr (15 weitere Termine)
Ort:
Skulptur Georg Der Drachentöter
Adresse:
Propststraße 8, 10178 Berlin-Kreisfreie Stadt Berlin
Preis:
ab 20,29 €

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