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Step Sister

choreography, text, vocal practice, music and martial arts Workshop

workshopflyer mit grafischen formen in schwarz und gelb auf weißem hintergrund, personen ähnelnd

– workshopflyer mit grafischen formen in schwarz und gelb auf weißem hintergrund, personen ähnelnd

Der Workshop findet am Samstag und Sonntag jeweils von 12:00 bis 16:00 Uhr statt.

Bitte meldet euch über den folgenden link für den Workshop an. Vielen Dank!

Step Sister nimmt seinen Titel von der Beziehung zwischen Schwestern und erkundet eine emotionale Landschaft, in der Nähe und Konflikt untrennbar miteinander verbunden sind. Das Projekt bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Verbundenheit und Rivalität, Fürsorge und Gewalt, Zärtlichkeit und Überleben und fragt danach, wie diese Widersprüche zum Ausgangspunkt künstlerischen Schaffens werden können.

Im Zentrum des Projekts stehen Arabisch, Hebräisch, Jiddisch und Deutsch – nicht nur als gesprochene Sprachen, sondern als Träger von Identität, Erinnerung und Geschichte. Jede dieser Sprachen trägt ihre eigene emotionale und politische Aufladung in sich: Trauma und Schuld, Gewalt und Zugehörigkeit, Verlust und Sehnsucht ebenso wie die Möglichkeit von Solidarität, Handlungsfähigkeit und gemeinsamer Vorstellungskraft. Step Sister versteht Sprache daher nicht nur als Mittel der Kommunikation, sondern als körperliche, emotionale und politische Kraft, die im Körper lebt und fortwährend prägt, wie wir uns bewegen, zuhören, sprechen und einander begegnen.

Der Workshop vermittelt den Teilnehmenden Einblicke in die künstlerische Praxis, die die drei Künstler*innen über mehr als ein Jahrzehnt gemeinsamer Zusammenarbeit entwickelt haben. Durch die Verbindung von Choreografie, Text, Stimmarbeit, Musik und Kampfkunst erforscht er das Zusammenspiel von Körper, Text und Stimme als integriertes Feld künstlerischen Schaffens. Kampfkunst wird dabei nicht als Form des Kampfes verstanden, sondern als verkörperte Praxis, in der Macht, Widerstand, Vertrauen, Gleichgewicht, Verbundenheit und Überleben erfahren, hinterfragt und transformiert werden können. Durch Bewegung, Stimmarbeit, Schreiben, Improvisation und kollektive Komposition entwickeln die Teilnehmenden performative Werkzeuge, die aus der fortlaufenden Aushandlung zwischen Körper, Sprache und Bewegung entstehen. Dabei erforschen sie, wie künstlerische Formen aus Widersprüchen, Komplexität und emotionaler Intensität hervorgehen können.

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