Aktuelle Sprache: Deutsch

Speaking of Video Art

Offenes Gespräch zum aktuellen Programm des IBB-Videoraums

Daniel Asadi Faezi & Mila Zhluktenko, rückblickend betrachtet, 2025 – Filmstill: Das Still zeigt angeschnitten die Vorderseite des Olympia Einkaufszentrums in München und einen Teil des Schriftzugs an der Gebäudefassade in goldenen Lettern.

Daniel Asadi Faezi & Mila Zhluktenko, rückblickend betrachtet, 2025 – Filmstill: Das Still zeigt angeschnitten die Vorderseite des Olympia Einkaufszentrums in München und einen Teil des Schriftzugs an der Gebäudefassade in goldenen Lettern.

Einmal im Monat lädt die Berlinische Galerie mit „Speaking of Video Art“ zu einem Austausch in kleiner Runde über das aktuelle Programm im IBB-Videoraum ein. Die Veranstaltungsreihe bietet einen offenen Raum für alle, die Lust haben, über Filme oder gesellschaftspolitische Fragen in der Kunst zu diskutieren und verschiedene Künstler*innen und Autor*innen kennen zu lernen. Zusammen schauen wir ausgewählte Videos und lesen im Anschluss vor Ort kurze Ausschnitte aus Essays, Theorie, Erzählungen oder Gedichten auf Englisch oder Deutsch, die in inhaltlicher oder formaler Verbindung zu den Werken stehen. Das anschließende Gespräch bietet Raum sowohl diskursiven Fährten der Videoarbeiten als auch Perspektiven und Fragen aus der Gruppe nachzugehen.

Ausgehend von dem Film „rückblickend betrachtet“ von Daniel Asadi Faezi und Mila Zhluktenko lesen wir im Juni das Gedicht „Mein Name ist Ausländer“ der Lyrikerin Semra Ertan, einen Brief des Filmemachers Sohrab Shahid Saless über seinen Film „Empfänger unbekannt“ und einen Auszug aus dem Buch „Undeutsch“ der Historikerin Fatima El-Tayeb. Wie der Film thematisieren die Texte aus unterschiedlichen Perspektiven Rassismus in der Bundesrepublik Deutschland vor und nach 1990. Das Video und die Texte im Dialog werfen Fragen auf, wie und ob sich eine visuelle Sprache finden lässt, um Kontinuitäten zwischen unterschiedlichen Ereignissen rassistischer Gewalt sichtbar zu machen.

Im IBB-Videoraum werden seit 2011 Künstler*innen präsentiert, die mit zeitbasierten Medien arbeiten. Das Programm zeigt Werke, die sich mit medialen oder auch politischen und sozialen Fragestellungen beschäftigen. Besonderes Augenmerk liegt dabei darauf, marginalisierten Perspektiven Raum zu geben und Auswirkungen von Machtstrukturen sichtbar zu machen.

Die Veranstaltungsreihe wird von Louisa Engel, wissenschaftliche Volontärin Bildung und Outreach, moderiert. Die Termine können unabhängig voneinander besucht werden. Für die Teilnahme ist keine Vorbereitung erforderlich. Aktive Teilnahme an der Diskussion oder entspanntes Zuhören, beides ist gleichermaßen willkommen. 

Sprache: Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt. Um einen Austausch untereinander zu ermöglichen, sollten alle Teilnehmenden mindestens ein passives Verständnis beider Sprachen haben.

Teilnahme kostenfrei, Anmeldung online

Preisinformationen: Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung/Buchung: Anmeldung online
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