Ein Großvater, der als KZ-Standortarzt tätig war. Aktenberge in Bundes- und Landesarchiven. Gespräche mit Verwandten, die lieber schweigen würden. Present Past versammelt zehn sehr unterschiedliche Berichte von Nachfahren, die sich auf die Spur ihrer Familien im Nationalsozialismus begeben haben – und zeigt, wie verschieden Recherche, Fund und Umgang damit ausfallen können.
Herausgegeben hat den Band Dr. Johannes Spohr unter Mitarbeit von Claudia Krieg. Spohr forscht in Berlin nicht nur selbst zu NS-Familiengeschichten, sondern recherchiert mit seinem Dienst „Present Past“ auch professionell für Privatpersonen in Archiven – ein Feld, das sich zunehmend professionalisiert. In der Dependance des Mitte Museums stellt er den Band vor und diskutiert im Anschluss mit dem Publikum, was diese wachsende private Erinnerungsarbeit für den gesellschaftlichen Umgang mit dem Nationalsozialismus bedeuten kann.
Dr. Johannes Spohr ist Historiker in Berlin und betreibt den Archivrecherchedienst „Present Past“ zu NS-Geschichte in Familie und Gesellschaft. 2020 promovierte er in Hamburg über die späte deutsche Besatzung in der Zentralukraine; 2022 erschien sein Buch „Phantastische Gesellschaft“ zu falschen und imaginierten NS-Familiengeschichten. Er ist Vorstandsmitglied von Kontakte-Kontakty e.V.
Claudia Krieg, geboren 1977 in Magdeburg, arbeitet als Redakteurin, Rechercheurin und Autorin.
Moderation: Luise Haubenreiser
Die Veranstaltung findet in der Dependance des Mitte Museums am Mathilde-Jacob-Platz statt.
Der Eintritt frei, um Anmeldung unter wird gebeten.
Treffpunkt: Die Veranstaltung findet in der Dependance des Mitte Museums am Mathilde-Jacob-Platz statt.
Anmeldung/Buchung: Um Anmeldung unter wird gebeten.