Lange Nacht der Museen
Maden, Larven, Aaskäfer
© Christoph Weber
Ausstellung
Pathologie vs. Rechtsmedizin
Zur Langen Nacht der Museen präsentieren wir neben pathologischen Feucht- und Trockenpräparaten auch einige ausgewählte rechtsmedizinische Exponate, die Bestandteil realer strafrechtlicher Untersuchungen waren. Entdeckt eindrucksvolle Präparate, detailreiche Moulagen und originale Tatwerkzeuge und erhaltet spannende Einblicke in die Arbeit unserer Berliner Forensiker*innen.
ab 18:00 Uhr
durchgehend
Präparatesaal – 3. Ebene
keine Anmeldung nötig
Führung
Dem Leben auf der Spur – Familienführung durch die Dauerausstellung
Wann fand die erste Operation unter Narkose statt? Wer war Lydia Rabinowitsch Kempner? Wie hat die Entdeckung der Röntgenstrahlen die Medizin verändert? Und wie schaut ein Operationstisch für Mäuse aus? Antworten gibt es in unserer Familienführung durch die Dauerausstellung des Berliner Medizinhistorischen Museums.
18:30 Uhr
20:30 Uhr
22:30 Uhr
00:00 Uhr
Dauer ca. 30 min
Auf Deutsch
Anmeldung im Foyer
Max. 25 Teilnehmer*innen.
Führung
Von Täter*innen, Taten und den Opfern – Zum Umgang mit den NS-Medizinverbrechen nach 1945
In diesem Rundgang gehen wir den Fragen nach, welche Taten nach 1945 als Medizinverbrechen eingeordnet wurden, wer als (Medizin-)Täter*in galt und wer die Anerkennung als Opfer erfuhr. Zudem fragen wir, wie sich der Umgang mit den NS-Medizinverbrechen im Laufe der Zeit geändert hat und welche Unterschiede in der Bewertung in Ost und West bestanden.
Der Rundgang findet in Kooperation mit dem GeDenkOrt.Charité – Wissenschaft in Verantwortung statt.
18:30 Uhr
Dauer: 60 min
Anmeldung Foyer
Vortrag
Crime – Das Objekt als Täter?!
Was verraten medizinhistorische Objekte über Verbrechen? In diesem Kurzformat werden ausgewählte Objekte aus der Sammlung des Museums als „Tatzeugen“ betrachtet: Welche Gebrauchsspuren tragen sie? Welche Hinweise geben sie auf medizinische Praktiken, Gewalt oder gesellschaftliche Normen? Und kann ein Objekt selbst Teil eines Verbrechens sein? Anhand historischer Instrumente und Präparate werden Fragen nach Spuren, Verantwortung und der oft komplexen Beziehung zwischen Medizin und Verbrechen beleuchtet.
19:00 Uhr
21:30 Uhr
23:30 Uhr
Dauer ca. 30 min
Auf Deutsch
Anmeldung Foyer
Max. 25 Teilnehmer*innen.
Vortrag
Anarchisten, Attentäter und Revolutionäre – Zur Psychopathologisierung „politischer Verbrecher“ zwischen 1880 und 1920
Ausgehend von der Beobachtung, dass sich bei „politischen Verbrechern" der Jahre 1917 und 1919 die psychiatrische Diagnose „Psychopathie" mit gegensätzlichen moralischen Bewertungen verband, untersucht der Vortrag die historische Entwicklung von psychiatrisch kriminologischen, sicherheitspolitischen und kulturell-ästhetischen Konzepten, Traditionen und Argumentationslinien im Umgang mit politischen Verbrechern (Anarchisten, Attentätern, Revolutionären) im deutschsprachigen Raum ab 1880.
18:15 Uhr
Dauer: 40 min
Hörsaalruine
Keine Anmeldung nötig
Vortrag
Zwischen Kriminalisierung und Medikalisierung: Wie sich die Trans*-Medizin entwickelte
Der Zugang zu medizinischer Transition, wie Hormonbehandlung und chirurgischen Eingriffe, war seit Beginn des 20. Jahrhundert streng reguliert. Trans* Personen waren oft in einer zwiespältigen Situation zwischen staatlicher Kontrolle und der pathologisierenden Macht der Medizin. Die Geschichte der Trans*-Medizin ist aber auch eine Geschichte des Aktivismus und davon, wie die Trans*-Community die Medien verwendete, um ein eigenes öffentliches Bild von sich selbst zu schaffen, und somit auch eine Geschichte ihrer Bilder und Medien.
Wer Buchcover, Zeitungsartikel und Aufklärungsfilme betrachtet, erkennt, wie hormonelle und chirurgische Transition überhaupt erst vorstellbar – und legitimiert – wurde.
19:00 Uhr
Dauer: 40 min
Hörsaalruine
Keine Anmeldung nötig
Vortrag
Der Psychiater als Verbrecher? Patient*innen und Psychiatriekritik um 1900
Um 1900 fanden sich an in der Presse zahlreiche Artikel, in denen Psychiatern „böse Absicht” oder „Freiheitsberaubung" vorgeworfen wurde. Diese Kritik war eine Reaktion auf die wachsende Macht der Psychiatrie, die sich z.B. in zunehmenden Einweisungen in „Irrenanstalten" ausdrückte. Betroffene suchten ihr Recht auch in Gerichtsprozessen gegen Psychiater und leisteten im 1.
Weltkrieg Widerstand gegen die Strombehandlung psychisch traumatisierter Soldaten. Diese Konflikte zeigen Verwerfungen, die in sich modernisierenden Gesellschaften zu Machtverschiebungen zwischen traditionellen und neuen gesellschaftlichen Eliten führen.
19:45 Uhr
Dauer: 40 min
Hörsaalruine
Keine Anmeldung nötig
Führung
Horizontal: Das Krankenbett und die Welt im Liegen (auf Englisch)
Kaum etwas ist so sehr mit dem Kranksein verbunden wie die liegende Haltung. Bei der englischsprachigen Führung durch die Ausstellung eröffnet Monika Ankele, Direktorin des Berliner Medizinhistorischen Museums, neue Perspektiven auf die liegende Haltung und den Mikroraum des Krankenbettes. Medizinhistorische Objekte treten dabei in einen Dialog mit zeitgenössischer Kunst und aktivistischen Positionen.
20:30 Uhr
Dauer ca. 45 min
Auf Englisch
Anmeldung im Foyer
Max. 25 Teilnehmer*innen.
Führung
Kriminalität und Biologie – Medizinhistorische Schlaglichter
Der Rundgang beschäftigt sich mit den kriminalanthropologischen Theorien des italienischen Psychiaters Cesare Lombroso (1835–1909) und deren zeitgenössischen Rezeption in Deutschland (u.a. bei Rudolf Virchow). Seine Thesen zu vermeintlichen körperlichen Merkmalen von Straftäter*innen entfalteten eine breite Wirkung und wurden von den Nationalsozialisten aufgegriffen.
Darüber hinaus widmen wir uns den kriminalbiologischen Einflüssen auf das „Gewohnheitsverbrechergesetz“ und auf die Praxis der „vorbeugenden Verbrechensbekämpfung“ in der NS-Zeit.
Der Rundgang findet in Kooperation mit dem GeDenkOrt.Charité – Wissenschaft in Verantwortung statt.
20:30 Uhr
Dauer ca. 60 min
Auf Deutsch
Anmeldung im Foyer
Max. 40 Teilnehmer*innen.
Führung
Horizontal: Das Krankenbett und die Welt im Liegen
Kaum etwas ist so sehr mit dem Kranksein verbunden wie die liegende Haltung. Bei der Führung durch die Ausstellung eröffnet Monika Ankele, Direktorin des Berliner Medizinhistorischen Museums, neue Perspektiven auf die liegende Haltung und den Mikroraum des Krankenbettes. Medizinhistorische Objekte treten dabei in einen Dialog mit zeitgenössischer Kunst und aktivistischen Positionen.
22:00 Uhr
Dauer ca. 45 min
Auf Deutsch
Anmeldung im Foyer
Max. 25 Teilnehmer*innen
Late- Night-Special
Bodies in Motion – Dorky Park – Constanza Macras
Körper sind Archive von Erfahrungen, Erinnerungen und Emotionen. In einer ortsspezifischen Performance entwickelt Constanza Macras / Dorky Park choreografische Begegnungen, die den Körper als wandelbares, widersprüchliches und lebendiges System untersuchen. Zwischen Nähe und Distanz, Kontrolle und Kontrollverlust, Individualität und Gemeinschaft entstehen Bilder von Körpern, die sich verbinden, abstoßen, tragen und verändern.
Die Performer*innen bewegen sich durch den Raum und schaffen fortlaufend neue Konstellationen, mal fragil und intim, mal kraftvoll und explosiv.Constanza Macras / Dorky Park verbindet zeitgenössischen Tanz mit körperlicher Intensität, Humor und einer unmittelbaren Präsenz. Das Publikum erlebt die Tänzer*innen aus nächster Nähe und wird Teil eines sich ständig wandelnden choreografischen Organismus.
23:00 Uhr
00:30 Uhr
Dauer ca. 30 min
Auf Englisch
Treffpunkt: Hörsaalruine
Max. 100 Personen pro Aufführung
Pathologie vs. Rechtsmedizin
Zur Langen Nacht der Museen präsentieren wir neben pathologischen Feucht- und Trockenpräparaten auch einige ausgewählte rechtsmedizinische Exponate, die Bestandteil realer strafrechtlicher Untersuchungen waren. Entdeckt eindrucksvolle Präparate, detailreiche Moulagen und originale Tatwerkzeuge und erhaltet spannende Einblicke in die Arbeit unserer Berliner Forensiker*innen.
ab 18:00 Uhr
durchgehend
Präparatesaal – 3. Ebene
keine Anmeldung nötig
Führung
Dem Leben auf der Spur – Familienführung durch die Dauerausstellung
Wann fand die erste Operation unter Narkose statt? Wer war Lydia Rabinowitsch Kempner? Wie hat die Entdeckung der Röntgenstrahlen die Medizin verändert? Und wie schaut ein Operationstisch für Mäuse aus? Antworten gibt es in unserer Familienführung durch die Dauerausstellung des Berliner Medizinhistorischen Museums.
18:30 Uhr
20:30 Uhr
22:30 Uhr
00:00 Uhr
Dauer ca. 30 min
Auf Deutsch
Anmeldung im Foyer
Max. 25 Teilnehmer*innen.
Führung
Von Täter*innen, Taten und den Opfern – Zum Umgang mit den NS-Medizinverbrechen nach 1945
In diesem Rundgang gehen wir den Fragen nach, welche Taten nach 1945 als Medizinverbrechen eingeordnet wurden, wer als (Medizin-)Täter*in galt und wer die Anerkennung als Opfer erfuhr. Zudem fragen wir, wie sich der Umgang mit den NS-Medizinverbrechen im Laufe der Zeit geändert hat und welche Unterschiede in der Bewertung in Ost und West bestanden.
Der Rundgang findet in Kooperation mit dem GeDenkOrt.Charité – Wissenschaft in Verantwortung statt.
18:30 Uhr
Dauer: 60 min
Anmeldung Foyer
Vortrag
Crime – Das Objekt als Täter?!
Was verraten medizinhistorische Objekte über Verbrechen? In diesem Kurzformat werden ausgewählte Objekte aus der Sammlung des Museums als „Tatzeugen“ betrachtet: Welche Gebrauchsspuren tragen sie? Welche Hinweise geben sie auf medizinische Praktiken, Gewalt oder gesellschaftliche Normen? Und kann ein Objekt selbst Teil eines Verbrechens sein? Anhand historischer Instrumente und Präparate werden Fragen nach Spuren, Verantwortung und der oft komplexen Beziehung zwischen Medizin und Verbrechen beleuchtet.
19:00 Uhr
21:30 Uhr
23:30 Uhr
Dauer ca. 30 min
Auf Deutsch
Anmeldung Foyer
Max. 25 Teilnehmer*innen.
Vortrag
Anarchisten, Attentäter und Revolutionäre – Zur Psychopathologisierung „politischer Verbrecher“ zwischen 1880 und 1920
Ausgehend von der Beobachtung, dass sich bei „politischen Verbrechern" der Jahre 1917 und 1919 die psychiatrische Diagnose „Psychopathie" mit gegensätzlichen moralischen Bewertungen verband, untersucht der Vortrag die historische Entwicklung von psychiatrisch kriminologischen, sicherheitspolitischen und kulturell-ästhetischen Konzepten, Traditionen und Argumentationslinien im Umgang mit politischen Verbrechern (Anarchisten, Attentätern, Revolutionären) im deutschsprachigen Raum ab 1880.
18:15 Uhr
Dauer: 40 min
Hörsaalruine
Keine Anmeldung nötig
Vortrag
Zwischen Kriminalisierung und Medikalisierung: Wie sich die Trans*-Medizin entwickelte
Der Zugang zu medizinischer Transition, wie Hormonbehandlung und chirurgischen Eingriffe, war seit Beginn des 20. Jahrhundert streng reguliert. Trans* Personen waren oft in einer zwiespältigen Situation zwischen staatlicher Kontrolle und der pathologisierenden Macht der Medizin. Die Geschichte der Trans*-Medizin ist aber auch eine Geschichte des Aktivismus und davon, wie die Trans*-Community die Medien verwendete, um ein eigenes öffentliches Bild von sich selbst zu schaffen, und somit auch eine Geschichte ihrer Bilder und Medien.
Wer Buchcover, Zeitungsartikel und Aufklärungsfilme betrachtet, erkennt, wie hormonelle und chirurgische Transition überhaupt erst vorstellbar – und legitimiert – wurde.
19:00 Uhr
Dauer: 40 min
Hörsaalruine
Keine Anmeldung nötig
Vortrag
Der Psychiater als Verbrecher? Patient*innen und Psychiatriekritik um 1900
Um 1900 fanden sich an in der Presse zahlreiche Artikel, in denen Psychiatern „böse Absicht” oder „Freiheitsberaubung" vorgeworfen wurde. Diese Kritik war eine Reaktion auf die wachsende Macht der Psychiatrie, die sich z.B. in zunehmenden Einweisungen in „Irrenanstalten" ausdrückte. Betroffene suchten ihr Recht auch in Gerichtsprozessen gegen Psychiater und leisteten im 1.
Weltkrieg Widerstand gegen die Strombehandlung psychisch traumatisierter Soldaten. Diese Konflikte zeigen Verwerfungen, die in sich modernisierenden Gesellschaften zu Machtverschiebungen zwischen traditionellen und neuen gesellschaftlichen Eliten führen.
19:45 Uhr
Dauer: 40 min
Hörsaalruine
Keine Anmeldung nötig
Führung
Horizontal: Das Krankenbett und die Welt im Liegen (auf Englisch)
Kaum etwas ist so sehr mit dem Kranksein verbunden wie die liegende Haltung. Bei der englischsprachigen Führung durch die Ausstellung eröffnet Monika Ankele, Direktorin des Berliner Medizinhistorischen Museums, neue Perspektiven auf die liegende Haltung und den Mikroraum des Krankenbettes. Medizinhistorische Objekte treten dabei in einen Dialog mit zeitgenössischer Kunst und aktivistischen Positionen.
20:30 Uhr
Dauer ca. 45 min
Auf Englisch
Anmeldung im Foyer
Max. 25 Teilnehmer*innen.
Führung
Kriminalität und Biologie – Medizinhistorische Schlaglichter
Der Rundgang beschäftigt sich mit den kriminalanthropologischen Theorien des italienischen Psychiaters Cesare Lombroso (1835–1909) und deren zeitgenössischen Rezeption in Deutschland (u.a. bei Rudolf Virchow). Seine Thesen zu vermeintlichen körperlichen Merkmalen von Straftäter*innen entfalteten eine breite Wirkung und wurden von den Nationalsozialisten aufgegriffen.
Darüber hinaus widmen wir uns den kriminalbiologischen Einflüssen auf das „Gewohnheitsverbrechergesetz“ und auf die Praxis der „vorbeugenden Verbrechensbekämpfung“ in der NS-Zeit.
Der Rundgang findet in Kooperation mit dem GeDenkOrt.Charité – Wissenschaft in Verantwortung statt.
20:30 Uhr
Dauer ca. 60 min
Auf Deutsch
Anmeldung im Foyer
Max. 40 Teilnehmer*innen.
Führung
Horizontal: Das Krankenbett und die Welt im Liegen
Kaum etwas ist so sehr mit dem Kranksein verbunden wie die liegende Haltung. Bei der Führung durch die Ausstellung eröffnet Monika Ankele, Direktorin des Berliner Medizinhistorischen Museums, neue Perspektiven auf die liegende Haltung und den Mikroraum des Krankenbettes. Medizinhistorische Objekte treten dabei in einen Dialog mit zeitgenössischer Kunst und aktivistischen Positionen.
22:00 Uhr
Dauer ca. 45 min
Auf Deutsch
Anmeldung im Foyer
Max. 25 Teilnehmer*innen
Late- Night-Special
Bodies in Motion – Dorky Park – Constanza Macras
Körper sind Archive von Erfahrungen, Erinnerungen und Emotionen. In einer ortsspezifischen Performance entwickelt Constanza Macras / Dorky Park choreografische Begegnungen, die den Körper als wandelbares, widersprüchliches und lebendiges System untersuchen. Zwischen Nähe und Distanz, Kontrolle und Kontrollverlust, Individualität und Gemeinschaft entstehen Bilder von Körpern, die sich verbinden, abstoßen, tragen und verändern.
Die Performer*innen bewegen sich durch den Raum und schaffen fortlaufend neue Konstellationen, mal fragil und intim, mal kraftvoll und explosiv.Constanza Macras / Dorky Park verbindet zeitgenössischen Tanz mit körperlicher Intensität, Humor und einer unmittelbaren Präsenz. Das Publikum erlebt die Tänzer*innen aus nächster Nähe und wird Teil eines sich ständig wandelnden choreografischen Organismus.
23:00 Uhr
00:30 Uhr
Dauer ca. 30 min
Auf Englisch
Treffpunkt: Hörsaalruine
Max. 100 Personen pro Aufführung
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