Der 28. August ist der zentrale Gedenktag für die Deportation der Russlanddeutschen 1941. Das Datum steht für den sowjetischen Erlass zur Auflösung der Wolgarepublik und zur Zwangsumsiedlung der deutschen Bevölkerung von rund 900.000 Menschen innerhalb der Sowjetunion. Etwa 200.000 von ihnen verloren durch Deportation und Zwangsarbeit ihr Leben. Gleichzeitig symbolisiert der Tag das Kriegsfolgenschicksal der deutschen Minderheit in der sowjetischen Diktatur. Die Gedenk- und Diskussionsveranstaltung möchte an diese Ereignisse erinnern und zugleich den Blick in die Zukunft richten: Wie können die russlanddeutschen Erfahrungen Eingang in das historische Gedächtnis der Gesamtgesellschaft finden? Und wie lassen sie sich langfristig präsent halten?
Eine Veranstaltung des Bundestinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa , des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte, des Kulturreferats für Russlanddeutsche und des Dokumentationszentrums Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Berlin.
PROGRAMM
Grußworte
Dr. Roland Borchers (Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhung)
Dr. Bernd Fabritius (Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten)
Dr. Dr. Gerald Volkmer (Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, BKGE)
Musik
Dr. Matthias Lang (Gitarre)
Keynote
Prof. Dr. Irina Scherbakowa (Memorial International. Friedensnobelpreis 2022)
Podium
Podium Kornelius Ens (Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte)
Irene Langemann (Regisseurin und Autorin)
PD Dr. Hans-Christian Petersen (Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa)
Johann Thießen (Präsidium des Bundes der Vertriebenen, Landsmannschaft der Deutschen aus Russland)
Moderation: Katharina Heinrich (Journalistin)
Abschluss
Edwin Warkentin (Kulturreferent für Russlanddeutsche)
Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang ein.