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Das Bankenviertel am Gendarmenmarkt

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Verkehrsanbindungen

Das Bankenviertel am Gendarmenmarkt

Stadtführung mit Nirit Ben Joseph rund um die Behrenstraße.

Gedenktafel am ehemaligen Bankhaus Mendelssohn. – Metallene Gedenktafel mit Aufdruck des alten Siegels des Bankhauses Mendelssohn.

Gedenktafel am ehemaligen Bankhaus Mendelssohn. – Metallene Gedenktafel mit Aufdruck des alten Siegels des Bankhauses Mendelssohn.

In der Behrenstraße steht bis heute das Gebäude der ehemaligen Hauptverwaltung der Dresdner Bank. Die Bank ging 1872 aus dem jüdischen Bankhaus Kaskel hervor; Carl von Kaskel und Eugen Gutmann prägten ihren Aufstieg. Nach der „Arisierung“ im Nationalsozialismus arbeitete sie so eng mit der SS zusammen, dass sie als sogenannte „SS-Bank“ galt. Mehrere Angehörige der Familie Gutmann wurden im Holocaust ermordet.

An diesem einen Gebäude lässt sich ablesen, wovon die Stadtführung „Rund um die Behrenstraße. Jüdische Bankhäuser in Berlin“ erzählt: wie eng die Geschichte des Berliner Finanzplatzes mit jüdischen Unternehmern verbunden war – und wie gründlich diese Verbindung ab 1933 zerstört wurde.

Seit dem 18. Jahrhundert entwickelte sich Berlin zu einem Zentrum bedeutender jüdischer Bankhäuser. Rund um die Jägerstraße entstand ein Bankenviertel, in dem Familien wie Mendelssohn, Bleichröder, Arnhold, Magnus und Gutmann wirkten; auch das Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim gehört zu dieser Geschichte. Jüdische Bankiers waren maßgeblich an der Entwicklung der Berliner Börse beteiligt. Sie finanzierten die industrielle Expansion, unterstützten neue Unternehmen und trugen dazu bei, Berlin zu einem internationalen Finanzplatz zu machen.

Wie groß ihr Anteil war, zeigt eine Zahl aus dem Jahr 1933: Von den 215 Berliner Privatbanken standen damals über 70 Prozent im Eigentum oder unter Leitung von Juden. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann ihre systematische Ausgrenzung, Enteignung und Zerschlagung. Bis 1935 war ein Viertel dieser Banken „arisiert“ oder liquidiert, bis Ende 1938 waren es alle.

Die Führung beginnt am Schlossplatz und endet in der Jägerstraße. Auf rund zwei bis zweieinhalb Kilometern verbindet sie historische Orte mit den Lebenswegen jüdischer Unternehmer und der wirtschaftlichen Entwicklung Berlins. Der Weg führt ohne Treppen oder andere Hindernisse.

Behren- und Jägerstraße liegen im heutigen Bezirk Mitte. Das Mitte Museum, das Museum des Bezirks, erzählt diese Geschichte dort, wo sie stattgefunden hat – an Orten, die heute täglich passiert werden und deren Vergangenheit kaum noch sichtbar ist.

Treffpunkt:  Schlossplatz 1, 10178 Berlin
Endpunkt:  Jägerstraße

Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

Treffpunkt: Schlossplatz 1, 10178 Berlin; Ende: Jägerstraße

Alternative Veranstaltungen

UNESCO Welterbe Museumsinsel

In diesem Jahr wird die Museumsinsel 200 Jahre alt. Seit 1999 gehört sie zum UNESCO-Welterbe. Sie vereint fünf herausragende Museumsgebäude des 19. und 20. Jahrhunderts sowie die 2019 eröffnete James-Simon-Galerie zu einem einzigartigen Ensemble. mehrzu: UNESCO Welterbe Museumsinsel

Termin:
Samstag, 10. Oktober 2026, 11:00 Uhr (6 weitere Termine)
Ort:
Museumsinsel
Adresse:
Bodestraße 1, 10178 Berlin-Mitte

Rammtour - Auf den Spuren von Rammstein

Rammstein in Berlin Feuer frei – für die Rammstein-Fantour. Unsere Stadtrundfahrt auf den Spuren von Lindemann & Co. führt euch zu den Anfängen der Kult-Band in Berlin. Gemeinsam erleben wir den Aufstieg der einstigen Ost-Punks zu den Wegbereitern der... mehrzu: Rammtour - Auf den Spuren von Rammstein

Termin:
Samstag, 10. Oktober 2026, 12:30 Uhr (2 weitere Termine)
Ort:
Busparkplatz/Berlin Hbf (Ausgang Nord)
Adresse:
Invalidenstraße, ggü. Europaplatz, 10557 BERLIN
Preis:
ab 39,20 €

Führung: Innsbrucker Platz und Eisacktunnel

Über eine Eisenleiter steigen Sie in den alten U-Bahnschacht der U4 und besichtigen ein Relikt der modernen Verkehrsplanung. mehrzu: Führung: Innsbrucker Platz und Eisacktunnel

Nächster Termin:
Innsbrucker Platz & Eisacktunnel - Eisachtunnel - Ein Relikt der modernen Verkehrsplanung
Termin:
Samstag, 10. Oktober 2026, 13:00 Uhr (8 weitere Termine)
Ort:
U-Bhf. Innsbrucker Platz
Adresse:
Innsbrucker Platz, 10825 Berlin-Schöneberg
Preis:
ab 27,50 €

Klostermuseum im Kreuzgang

Tauchen Sie mit unserem erfahrenen Gästeführer-Team in die Neuzeller Klostergeschichte ein. Jeden Samstag können Sie Erklärungen zu bedeutenden Ereignissen, einmaligen Exponaten und modernen Medienanwendungen in beeindruckender Klosterarchitektur lauschen.... mehrzu: Klostermuseum im Kreuzgang

Nächster Termin:
Sonderführung Klostergeschichte
Termin:
Samstag, 10. Oktober 2026, 13:00 Uhr (2 weitere Termine)
Ort:
Kloster Neuzelle
Adresse:
Stiftsplatz 7, 15898 Neuzelle
Preis:
ab 7,00 €

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