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Besessen von Härte: Gym-Bros, Looksmaxxer und Muskel-Alphas in der Männlichkeitskrise

bzw.:BEZIEHUNGSWESEN

Ein Abend über die Stärken und Schwächen junger Männer, mit Sophia Fritz und Jörg Scheller

Die Diagnose spricht sich herum: Dem jungen Mann im Allgemeinen geht’s nicht gut. Während der gesellschaftliche Wandel von ihm emotionale, geistige und soziale Flexibilität fordert, erstarrt er: Je härter, desto besser. Influencer untermalen männliche Ermächtigungsfantasien mit entsprechenden Muskelmärchen. Wie wird Fitness zur Ideologie? Wann werden diese Verhärtungen gefährlich? Und wo läge eine Lösung der aktuellen Männlichkeitskrise?

Ausgehend vom Verlust ihres Bruders erkundet die Bestseller-Autorin Sophia Fritz das männliche Härteideal. In ihrem neuen Sachbuch "Der Mann, das Opfer" fragt sie: "Wieso wird ein exzessiver Fitnessdrang als Disziplin und nicht als Warnsignal gelesen, wie es für mich bei einer Schwester mit einer Essstörung vielleicht eher der Fall gewesen wäre? " Diese Frage wird der Kunstwissenschaftler Jörg Scheller, selbst seit Jahrzehnten Bodybuilder, beantworten. Er hat sich mit männlichen Körper- und Härtekulturen ausführlich beschäftigt. Scheller bringt praktische wie theoretische Perspektiven auf Muskeln, Stärke, Optimierungswünsche und Wettbewerbsgedanken mit in den „Schönheitssalon“ in der Urania.

Sophia Fritz (*1997) hat Drehbuch und Dramaturgie an der Filmhochschule in München studiert. Ihr Debütroman "Steine schmeißen" erschien 2021, 2024 folgte bei Hanser Berlin der Sachbuch-Bestseller "Toxische Weiblichkeit". Gerade ist „Der Mann, das Opfer“ erschienen, eine empathische Kritik an patriarchaler Männlichkeit. Neben dem Schreiben widmet sie sich somatischer Arbeit, also körpertherapeutischen Erfahrungsansätzen, und bietet dazu selbst Workshops an.

Jörg Scheller (*1979) ist Professor für Kunstgeschichte an der Zürcher Hochschule der Künste. Er wurde 2011 in Karlsruhe mit einer Dissertation über Arnold Schwarzenegger promoviert. In der Kunsthalle Zürich hat er die Ausstellung "Building Modern Bodies“ kuratiert. In journalistischen Artikeln für DIE ZEIT, die NZZ, "Artforum" oder "Psychologie Heute" sowie in monografischen Büchern bearbeitet er ein Themenfeld von Bodybuilding über Heavy Metal bis zu Identitätspolitik. Nebenbei ist er Kraftsportler, Langstreckenläufer, zertifizierter Fitnesstrainer und Metal-Musiker.

Rabea Weihser (*1981) hat Musiksoziologie und Marketing studiert. Bis 2021 leitete sie das Kulturressort von ZEIT ONLINE. Dann wechselte sie für zwei Jahre zum Basketballmeister ALBA BERLIN als erste Direktorin für Kommunikation & Kultur der Bundesliga. 2025 erschien ihr Sachbuch „Wie wir so schön wurden. Eine Biografie des Gesichts“ bei Diogenes. Inzwischen arbeitet sie als freie Journalistin und ist Gastgeberin des monatlichen „Schönheitssalons“ an der Urania.

Hinweise zu Ermäßigungen: Ermäßigte Eintrittspreise: Rentner, Pensionäre, Schwerbehinderte (Karten für die Begleitpersonen erhalten Sie nur in der Urania), Schüler, Studenten, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger sowie Mitglieder der Urania Berlin.
Bitte halten Sie den entsprechenden Nachweis am Einlass bereit.
Urania-Mitglieder geben ihre Mitgliedsnummer in dem Feld "Aktionscode" ein und erhalten dann ihre ermäßigten Tickets zum Mitgliedspreis.

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