Stühle des Zentralen Runden Tisches (rechts) und Polstersessel der Volkskammer (links) in Einlagerungssituation vor 2019 – Rote Stühle mit Holzrahmen sind in einem Raum gestapelt. Die Stühle sind kopfüber aufeinander gestellt.
© Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Landesdenkmalamt Berlin, Fotos: Claudia Rücker, Gabi Dolff-Bonekämper
1989/90 wurden entscheidende Weichen des demokratischen Aufbruchs in Berlin an zwei Orten gestellt: zunächst am Zentralen Runden Tisch bei Schloss Schönhausen in Pankow. Von Dezember 1989 bis März 1990 trafen sich dort die Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerbewegungen und Parteien, um über einen politischen Neuanfang zu diskutieren.
Nach der freien Volkskammerwahl vom 18. März 1990 wurde der Parlamentssaal im Palast der Republik zum Ort der Debatten. Hier trat die erste demokratisch legitimierte Volksvertretung der DDR zusammen, rang um eigene Wege und beschloss den Beitritt zur BRD. Der Raum verschwand mit dem Abbruch des Palastes der Republik.
Anlässlich der Berlin Freedom Week 2026 richten wir mit dem ORTS-Termin und der Installation „Sturzlage“ den Blick auf diese bedeutenden Schauplätze der Friedlichen Revolution.
Gabi Dolff-Bonekämper, eine der profiliertesten Stimmen der Berliner Erinnerungskultur, spürt in ihrem Vortrag der Geschichte und Bedeutung dieser beiden Orte nach. Sie fragt, warum ihre Geschichte heute so wenig erzählt wird und weshalb das demokratische Potenzial des Zentralen Runden Tisches und der freien Volkskammer weiterhin relevant ist.
- Preis: Eintritt frei
- Sprache: Deutsch
- Ort: Mechanische Arena im Foyer
- Teil von: ORTS-Termin
- Gehört zu: Sturzlage