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Along, Across, and Against the Grain: On Spectral Densities and Margins of Play

Cécile Malaspina, Muindi Fanuel Muindi und Sha Xin Wei

Wie lässt sich die Fruchtbarkeit des Vakuums fassen? Wie gelangt man von Nichts zu Etwas, und wieder zurück? Und wie funktioniert der Übergang vom Virtuellen zum Realen und dann wieder vom Realen zum Virtuellen? 

Die Holzfaser entscheidet nicht, ob sie bricht, sondern nur, wo und wie sie es tut. Was hieße es, wenn dies auch auf die scheinbare Leere des Vakuums zuträfe? Ausgehend von den Vakuumfluktuationen der Quanten – den flüchtigen Veränderungen der Energiemenge an einem Punkt im Raum – führt diese Gesprächsrunde drei unterschiedliche Denker*innen zusammen, um verschiedene Zustände und Bedingungen für Möglichkeiten des Werdens zu eruieren. In einem Wechselspiel zwischen Philosophie, Quantenphysik und radikalem Schwarzen Denken fragen sie, was Möglichkeiten strukturiert, wie etwas eine festgelegte Gestalt annimmt, und wie Individualität in Bezug auf einen gemeinsamen Grund begriffen werden kann. 

Dabei nähern sich die Gesprächsteilnehmer*innen diesen Fragen aus je eigener Perspektive. Cécile Malaspina liest den mittelalterlichen Denker Duns Scotus und seine Vorstellungen von Individualität (haecceitas), einer gemeinsamen Natur (natura communis) und der Univozität des Seins (univocitas entis). Sie untersucht dieses andersartige Verständnis von Wirklichkeit und fragt, ob die Quantenmechanik heute den verschütteten Einsichten von Scotus recht gibt, indem sie einige grundlegende wissenschaftliche Vorannahmen über Individualität zur Disposition stellt, die aus dem 14. Jahrhundert stammen und seither das wissenschaftliche Denken geprägt haben.  

Sha Xin Wie erforscht, wie ein (Seins-)Zustand sich im Laufe der Zeit durch nicht-diskrete topologische dynamische Systeme entwickelt – wodurch Möglichkeitsbedingungen keine einzelnen „fixen“ Positionen oder wiederkehrende Schleifen mehr darstellen, sondern vielmehr durch ein erweitertes Feld an Möglichkeiten fließen. 

Muindi Fanuel Muindi stellt die polymetrische, polyphone und polyrhythmische Klangwelt der Schwarzen radikalen Tradition der Quantenmechanik zur Seite – und legt so ein alternatives Repertoire an Techniken der Gestimmtheit offen, das die Dinge in Relation hält, ohne sie einer Reduktion zu unterwerfen.  

Dieses Keynote-Gespräch ist aus einer Praxis des gemeinsamen Nachdenkens hervorgegangen, die das wesentliche Kennzeichen der Indetermincay Group darstellt. Es reflektiert auch die fortlaufenden Gespräche mit den weiteren Mitgliedern der Gruppe, Alicia Juarrero, Yagmur Denizhan und Sonia de Jager. 

Im Anschluss an das Gespräch ist das Publikum eingeladen, sich im Lounge- und Lesebereich Pause on Quantum Matter (Ceija Stojka Foyer im Eingangsbereich des Auditoriums) weiter mit offenen Fragen und Ideen zur Quantenakustik zu beschäftigen.

Safi Faye Saal

Auf Englisch

Eintritt frei

 

Um uns bei der Planung zu unterstützen, bitten wir alle Gäste der Berlin Science Week, sich via pretix.eu für einen Festivalzentrum-Pass anzumelden. Für Besucher*innen von Fertile Void, die keine personenbezogenen Daten angeben möchten oder können, ist der Zutritt auch ohne Festivalzentrum-Pass möglich.

Treffpunkt: Safi Faye Saal

Anmeldung/Buchung: Um uns bei der Planung zu unterstützen, bitten wir alle Gäste der Berlin Science Week, sich via pretix.eu für einen Festivalzentrum-Pass anzumelden. Für Besucher*innen von Fertile Void, die keine personenbezogenen Daten angeben möchten oder können, ist der Zutritt auch ohne Festivalzentrum-Pass möglich.

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