100 Jahre Lutz Becker. Eine Retrospektive
Schüler*innenfilme aus dem Wedding mit Hanns-Fred Rathenow und Michael Hoffmann
Blick auf alte Filmdosen im Archiv des Mitte Museums. – Stapel silberner Filmrollen in Großaufnahme. Die Kanten der metallenen Dosen sind sichtbar; im Hintergrund unscharfe Schrift auf Papier.
© Fotografie: Luise Haubenreiser.
Eine Weddinger Schülerfilm-Arbeitsgemeinschaft gewann 1967 mit „Stimmenfang“ den ersten Preis des Berliner Abgeordnetenhauses. Gegründet hatte sie Hans Lutz Becker (1926–2000), dessen 100. Geburtstag die Retrospektive zum Anlass nimmt: Sie zeigt eine Auswahl von Filmen, die vor mehr als 60 Jahren an der Frithjof-Nansen-Schule entstanden sind, darunter den preisgekrönten „Stimmenfang“.
Insgesamt sind vier Tonfilme zu sehen. Sie dokumentieren den Schulalltag an der Frithjof-Nansen-Schule vor rund 60 Jahren, mit Klassenfahrten und besonderen Ereignissen; ein weiterer Film zeigt Beckers spätere filmmedienbezogene Aktivitäten an der Reinickendorfer Max-Beckmann-Oberschule. Die Auswahl macht das Spektrum der Bildungsanlässe zwischen medienpraktischem Lernen und politischer Bildung deutlich.
Hanns-Fred Rathenow und Michael Hoffmann moderieren den Abend. Beide waren in den 1960er-Jahren Lehrer an der Nansen-Schule. Einige der damaligen Protagonist*innen, ehemalige Schüler*innen und Lehrkräfte der Nansen-Schule und der Max-Beckmann-Oberschule, werden anwesend sein und das Gespräch über die Filme beleben.
Hans Lutz Becker war von den 1950er-Jahren bis Anfang der 1970er-Jahre Lehrer an der damaligen Frithjof-Nansen-Oberschule (Realschule) in der Weddinger Gotenburger Straße. 1957 gründete er dort zunächst als Filmclub die „Arbeitsgemeinschaft Film“, aus der Anfang der 1960er-Jahre die von der Senatsverwaltung für Schulwesen institutionalisierte „Schülerfilmproduktionsarbeitsgemeinschaft“ hervorging. Becker sah sich der „Erziehung zum kritischen Filmsehen“ verpflichtet und verband seine Arbeit stets mit filmpraktischen Übungen. Mit seinen Schüler*innen realisierte er mehr als 20 Filme, zumeist im Format Super 8. Das aufwändigste Projekt, ein fast einstündiger 16-mm-Tonfilm, war ein Auftragswerk des Bezirksamtes Wedding: „Wedding heute“ hatte 1966 Premiere und diente der Außendarstellung des Bezirks, wenige Jahre nach dem Bau der Mauer.
1971 wechselte Becker nach Reinickendorf und leitete bis 1991 die Max-Beckmann-Schule, die unter seiner Leitung zur Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe wurde. Dort entstanden mit Kolleg*innen zahlreiche schulbezogene Filme, im Wesentlichen ohne aktive Beteiligung von Schüler*innen.
Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.
Insgesamt sind vier Tonfilme zu sehen. Sie dokumentieren den Schulalltag an der Frithjof-Nansen-Schule vor rund 60 Jahren, mit Klassenfahrten und besonderen Ereignissen; ein weiterer Film zeigt Beckers spätere filmmedienbezogene Aktivitäten an der Reinickendorfer Max-Beckmann-Oberschule. Die Auswahl macht das Spektrum der Bildungsanlässe zwischen medienpraktischem Lernen und politischer Bildung deutlich.
Hanns-Fred Rathenow und Michael Hoffmann moderieren den Abend. Beide waren in den 1960er-Jahren Lehrer an der Nansen-Schule. Einige der damaligen Protagonist*innen, ehemalige Schüler*innen und Lehrkräfte der Nansen-Schule und der Max-Beckmann-Oberschule, werden anwesend sein und das Gespräch über die Filme beleben.
Hans Lutz Becker war von den 1950er-Jahren bis Anfang der 1970er-Jahre Lehrer an der damaligen Frithjof-Nansen-Oberschule (Realschule) in der Weddinger Gotenburger Straße. 1957 gründete er dort zunächst als Filmclub die „Arbeitsgemeinschaft Film“, aus der Anfang der 1960er-Jahre die von der Senatsverwaltung für Schulwesen institutionalisierte „Schülerfilmproduktionsarbeitsgemeinschaft“ hervorging. Becker sah sich der „Erziehung zum kritischen Filmsehen“ verpflichtet und verband seine Arbeit stets mit filmpraktischen Übungen. Mit seinen Schüler*innen realisierte er mehr als 20 Filme, zumeist im Format Super 8. Das aufwändigste Projekt, ein fast einstündiger 16-mm-Tonfilm, war ein Auftragswerk des Bezirksamtes Wedding: „Wedding heute“ hatte 1966 Premiere und diente der Außendarstellung des Bezirks, wenige Jahre nach dem Bau der Mauer.
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