Wunschkind: Familienporträts mit Kindern mit Behinderung
Das Langzeit-Fotoprojekt "Wunschkind" zeigt elf Familien, die sich nach einer Diagnose in der Schwangerschaft bewusst für ein Kind mit genetischer Abweichung oder Behinderung entschieden.
Neun von zehn Schwangeren entscheiden sich gegen ein Baby mit Down-Syndrom oder
Behinderung. Der Berliner Fotograf Klaus Heymach hat Familien porträtiert, die sich nach
der Diagnose in der Schwangerschaft bewusst für die Geburt eines solchen Kindes
entschieden. Im Rathaus Schöneberg sind ihre Porträts und Geschichten zu sehen.
Die Zahl der Neugeborenen, deren Gene von der Norm abweichen, dürfte weiter sinken.
Seit 2022 übernehmen die Krankenkassen die Kosten für einen entsprechenden Bluttest.
Elf Berliner Familien sind Teil der Serie. Fotos und Gesprächsprotokolle geben Einblicke in
das manchmal anstrengende, oft wunderbare und bisweilen ganz normale Leben dieser
Familien.
Die ersten Porträts entstanden 2019 bis 2020. Fünf Jahre später haben sich alle Familien
ein weiteres Mal fotografieren lassen. Die Serie wird gefördert von der Aktion Mensch und
unterstützt durch den Verein Eltern beraten Eltern von Kindern mit und ohne Behinderung.
Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Rathaus Schöneberg besucht werden.