Wie locken oder betören uns Bilder, die online zirkulieren? Wie fesseln, steuern oder täuschen sie uns? Die Ausstellung versammelt vierzehn künstlerische Positionen, die sich mit visuellen Phänomenen digitaler Bildwelten auseinandersetzen und deren Wirkmacht untersuchen. Im Fokus stehen Bilder, die als Mittel der Kommunikation, Kritik oder Humor fungieren und unsere soziale, kulturelle und politische Realität prägen. Zwischen Social-Media-Feeds, Dating-App-Profilen, Memes, Emojis sowie algorithmisch erzeugten Bildern entfaltet die Ausstellung ein vielschichtiges Panorama gegenwärtiger Bildpraktiken. Die Arbeiten legen die komplexen Mechanismen digitaler Verführung offen und zeigen, wie Aufmerksamkeit gelenkt, Emotionen erzeugt und Bedeutungen verschoben werden. Durch die Gegenüberstellung unterschiedlicher medialer Strategien sowie einer Inszenierung, die sich zwischen Überwältigung und Reflexion bewegt, macht die Ausstellung erfahrbar, wie Bilder unsere Wahrnehmung formen und zugleich Räume für Kritik und Gegenbilder eröffnen.
Mit Arbeiten von Zoé Aubry, Sara Bezovšek, Viktoria Binschtok, Sara Cwynar, Éamonn Freel x Lynski, Dina Kelberman, Michael Mandiberg, Joiri Minaya, Simone C Niquille, Jon Rafman, Jenny Rova, Hito Steyerl, Noura Tafeche und Ellie Wyatt.
Laufzeit: Sa, 20.06.2026 bis Mi, 02.09.2026