S A L A R ist eine neue künstlerische Forschung und Performance von Amanda Piña / Instituto Tropical. Das Projekt beschäftigt sich mit den Salzwüsten der Atacama-Wüste, in denen Lithium abgebaut wird, um Europas Umstieg auf sogenannte erneuerbare Energien voranzutreiben. Von den alchemistischen Eigenschaften von Salz und Lithium sowie den atmosphärischen, biologischen und kulturellen Dimensionen sedimentärer Salzseen in der Wüste ausgehend, entwickelt S A L A R eine zeitgenössisch-anzestrale Mythologie, die im Anden-Futurismus gründet. Mit Bezügen zur Quantenphysik und zu nichtlinearen Vorstellungen von Materie, Energie und Relationen, erforscht die Arbeit Verbindungen zwischen Körpern, Mineralien, Technologien und Ökosystemen. Dabei betrachtet sie die Lithiumgewinnung und den Extraktivismus im Zusammenspiel ökologischer, spiritueller, technologischer und kolonialer Verflechtungen.
Die im Haus der Kulturen der Welt (HKW) präsentierte Version ist ein Preview der Performance. Während die endgültige Fassung des Werks in einem immersiven Bühne-in-Bühne-Format gezeigt werden soll, erproben die Künstler*innen im HKW eine frontale Anordnung, die eigens für das Miriam Makeba Auditorium entwickelt wurde.