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Mirae kh Rhee: Weiterreichen

Was sehen wir in Museen? In Vitrinen und hinter Absperrungen erscheinen die Dinge vor allem statisch. Mirae kh Rhee beschäftigt sich damit, wie die Objekte an ihren heutigen Platz gelangten.

  • Mirae kh Rhee, The Artist and Her Books, 2022 – Person in Schwarz-Weiß-Kleidung hebt leopardenmusternden Vorhang, um Bücherregal mit verschiedenen Büchern freizulegen.

    Mirae kh Rhee, The Artist and Her Books, 2022 – Person in Schwarz-Weiß-Kleidung hebt leopardenmusternden Vorhang, um Bücherregal mit verschiedenen Büchern freizulegen.

  • Mirae kh Rhee, The Guardians (Tilda Swinton, David Carradine), 2020 – Zwei Bleistiftzeichnungen von sitzenden Personen in gemusterten Gewändern. Links mit Buch und Vogel, rechts mit Hut, Tier und Gerät.

    Mirae kh Rhee, The Guardians (Tilda Swinton, David Carradine), 2020 – Zwei Bleistiftzeichnungen von sitzenden Personen in gemusterten Gewändern. Links mit Buch und Vogel, rechts mit Hut, Tier und Gerät.

  • Nicht identifizierter Künstler, Details eines achtteiligen Chaekgeori-Stellschirms, Korea, Joseon-Dynastie, 19. Jh., Tusche und Farben auf Papier – Vier traditionelle chinesische Stillleben-Paneele. Jedes zeigt auf Sockeln Bücher, Vasen und Schalen mit Blumen und Früchten vor beigem Hintergrund.

    Nicht identifizierter Künstler, Details eines achtteiligen Chaekgeori-Stellschirms, Korea, Joseon-Dynastie, 19. Jh., Tusche und Farben auf Papier – Vier traditionelle chinesische Stillleben-Paneele. Jedes zeigt auf Sockeln Bücher, Vasen und Schalen mit Blumen und Früchten vor beigem Hintergrund.

  • Blick in die Ausstellung „Mirae kh Rhee: Weiterreichen“ – Tafel mit Text: "Hand Me-Down Weiterreichen 18.06.2026-15.02.2027". Im Hintergrund Ausstellungsraum mit Holz-Skulpturen und Raumteiler.

    Blick in die Ausstellung „Mirae kh Rhee: Weiterreichen“ – Tafel mit Text: "Hand Me-Down Weiterreichen 18.06.2026-15.02.2027". Im Hintergrund Ausstellungsraum mit Holz-Skulpturen und Raumteiler.

Die Künstlerin hinterfragt, wer warum was sammelt(e) und welche Botschaften über Sammlungen unterschiedlichster Art vermittelt werden. Nicht zuletzt durch die Mobilität von Menschen haben Sammlungsobjekte ebenso wie jene, die sie kreierten, bemerkten, bewahrten und weitertrugen, eine bewegte Geschichte hinter sich!

Mirae kh Rhee ist eine interdisziplinär und forschungsbasiert arbeitende Künstlerin, die in Deutschland, Kalifornien und Süd-Korea tätig ist. Von ihrer eigenen diasporischen Identität ausgehend, untersucht sie in ihrer künstlerischen Arbeit Themen wie Sammelpraktiken und -geschichten, erzwungene Migration oder kulturelle Aneignung und erzählt autoethnografische Geschichten.

Die aktuelle Präsentation ist Teil eines Langzeitprojekts, das das Konzept der Kuriositätenkabinette aus der Perspektive eines transnationalen Feminismus und mit dekolonisierenden Ansätzen betrachtet. Darin beleuchtet Mirae kh Rhee etablierte Sammlungserzählungen und blickt kritisch auf Sammelpraktiken zwischen Europa und Asien. Sie analysiert elitäre Sammlungskonzepte, die der Demonstration von Macht und der Konstruktion von Identität dienen. Ausstellungsbesuchende sind eingeladen, sich mit ihrer eigenen Praxis des Sammelns auseinanderzusetzen.

Laufzeit: Do, 18.06.2026 bis Mo, 15.02.2027

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