Die
Ausstellung "Der Titel kommt zuletzt" vereint drei monumentale Arbeiten: Auf dem
Hallenboden die raumfüllende Installation Tschutschu, die an die kreisförmige
Gleisanlage einer Modelleisenbahn erinnert, zusammengesetzt aus rot lackierten
Holzbänken und Tischen, die als Sitzgelegenheit genutzt werden können. Die
Installation bietet Sitzplätze für über hundert Besucherinnen und Besucher. In
ihrem kreisförmigen Zentrum erhält der Hallenboden einen bühnenhaften
Charakter.
An
der Hauptwand der Ausstellungshalle hängt Holotypes – fast hundert gerahmte
Tuschearbeiten, in einem strengen Raster angeordnet. Die Blätter erinnern an
Tintenklecksbilder aus Rorschachtests oder an Schmetterlinge. Über Tschutschu
schwebt schließlich Spaceknot, eine pink leuchtende Neonarbeit – wie eine
verschlungene dreidimensionale Zeichnung im Raum.
Allen
drei Arbeiten ist ein spielerischer Charakter gemein. Tschutschu und Spaceknot erscheinen wie einfache Zeichnungen, die in den Raum überführt wurden: ein
Kreis und ein Knoten. Je nachdem, wo man sich im Raum bewegt oder auf
welcher Bank man Platz nimmt, verändert sich die Erscheinung des schwebenden
Knotens. Als Kontrapunkt dazu wirkt das strenge Raster der Tuschearbeiten.
Unwillkürlich beginnt man jedoch, die Tuschebilder wie beim Rorschachtest zu
interpretieren und nach Bedeutungen zu suchen, obwohl die Ausstellung letztlich
von einfachen Formen ausgeht: Kreis, Knoten und Raster. Und natürlich von
Farben: Rot und Pink im Raum, vielfarbig an der Wand. Alles so schön bunt!
Man will sich bewegen, schauen und entdecken. Wie ein Kind. Und die Holotypes
möchte man benennen – doch "Der Titel kommt zuletzt".
Öffnungszeiten: Nicht bekannt
Laufzeit: Sa, 29.08.2026 bis Sa, 10.10.2026