Stan Douglas, Portrait / Eva Respini, Portrait
© Evaan Kheraj / © Eva Respini
In der Juni-Ausgabe der „In Conversation“-Reihe spricht der Künstler Stan Douglas mit der Kuratorin Eva Respini über sein künstlerisches Werk.
Stan Douglas beschäftigt sich in seinem Werk mit den Mechanismen von Geschichtsschreibung. Die Videos seiner Medieninstallationen haben keinen Anfang oder Ende, sondern bestehen aus narrativen Elementen, die von einem Computer immer wieder neu zusammengesetzt werden. Damit bricht Douglas lineare Strukturen auf und schafft alternative Wendungen zu historischen Ereignissen, ein Verfahren, dass der Künstler „rekombinierbare Erzählung“ nennt. Stan Douglas nahm mehrfach an der Documenta teil. 2022 repräsentierte er Kanada auf der Biennale in Venedig. Eva Respini hatte kuratorische Positionen am Museum of Modern Art sowie am ICA/Boston inne und ist derzeit Co-CEO sowie Curator at Large der Vancouver Art Gallery. 2022 war sie Kuratorin und Co-Kommissarin der Präsentation von Simone Leigh im US-Pavillon der 59. Biennale di Venezia.
Durch die Schenkung von Friedrich Christian Flick befinden sich in der Sammlung der Nationalgalerie die Werkgruppe „Subject to a Film: Marnie“ (1989) von Stan Douglas, die Filminstallation „Der Sandmann“ (1995) samt des dazugehörigen Fotozyklus „Potsdamer Schrebergärten“ (1994/2003) sowie die Fotoserie „Suspira“ (2002), die im Rahmen der documenta 11 entstanden ist. Arbeiten von Stan Douglas waren seit 2001 in zahlreichen Ausstellungen im Hamburger Bahnhof vertreten: So kuratierte er etwa 2007 zusammen mit Christopher Eamon die Ausstellung „Beyond Cinema“; die von Joachim Jäger und Gabriele Knapstein koordiniert wurde. Zuletzt waren Arbeiten von ihm in „Magical Soup“ (2020/21), „Scratching the Surface“ (2021) und „Broken Music Vol. 2“ (2022/23) zu sehen.
Das Gespräch findet auf Englisch statt.
Die Veranstaltung findet im Aktionsraum statt. Der Eingang erfolgt über die Invalidenstraße, rechts vom Haupteingang.
Preisinformationen: Eintritt frei.