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Iconic

Die Ausstellung "Iconic" in der historischen Kulisse der St.-Elisabeth-Kirche lädt dazu ein, die Grenzen zwischen den künstlerischen Genres neu zu entdecken, und bietet Raum für einen Dialog über die Entstehung von Bildern in der heutigen Zeit.

Julia Roberts, 2026

– Julia Roberts, 2026

Die AK Galerie Berlin präsentiert im Rahmen einer außergewöhnlichen Kollaboration mit dem Titel "Iconic" Werke des britisch-maltesischen Fotografen Lorenzo Agius und der deutsch-amerikanische Künstlerin Izzy Weissgerber in der St.-Elisabeth-Kirche in Berlin-Mitte.

Lorenzo Agius, der seit Jahrzehnten die visuelle Sprache der internationalen Mode- und Starkultur prägt, ist für seine intimen Porträts weltweiter Ikonen wie Ewan McGregor, Cate Blanchett, Madonna, Jack Nicholson oder Valentino bekannt. Für ihn ist ein Porträt ein Tanz mit dem Gegenüber, ein Austausch, ein Moment der Intimität, Emotion und des Vertrauens. Sein Objektiv verweilt auf der menschlichen Spannung unter der Oberfläche: der präzise Moment, in dem der Glamour gerade so weit bricht, dass etwas Reales zum Vorschein kommt.

Izzy Weissgerbers Praxis wurzelt hingegen in Instinkt, Geste und emotionaler Intervention. Sie arbeitet mit Malerei, Zeichensetzung und Mischtechniken und sieht Bilder als etwas Lebendiges an, um Vorhandenes zu betonen, die emotionale Temperatur anzupassen oder Verletzlichkeit einzuführen. Das Ergebnis sind Werke, die weder rein fotografisch noch rein malerisch sind, sondern sich in einem spannungsvollen Zwischenraum bewegen. Anstatt das fotografische Bild zu verehren, tritt sie in einen Dialog mit ihm.

Genau in diesem spannungsvollen Zwischenraum existiert für die Galeristin Anna Kimmerle die Spannung der Ausstellung: Agius’ komponierte Schönheit steht im Kontrast zu Weissgerbers viszeralem Impuls. Das Ergebnis sind Werke, die weder rein fotografisch noch ausschließlich malerisch sind. Die Bilder werden zu Verhandlungsräumen zwischen Permanenz und Erosion, Kontrolle und Hingabe, Sichtbarkeit und Verhüllung. Weissgerbers Eingriffe verdecken die Fotografien nicht, sondern verdichten sie und fügen emotionale Ebenen hinzu, die neue Perspektiven eröffnen. Die geteilte Autorschaft verleiht der Arbeit ihre emotionale Tiefe und Lebendigkeit. So entsteht eine dritte Sprache, die keiner von ihnen allein hätte schaffen können.

Öffnungszeiten: 11 bis 20 Uhr

Laufzeit: Fr, 01.05.2026 bis So, 03.05.2026

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