Der Mund ist ein von Ambivalenz geprägter Ort. Er verunreinigt und verbindet, kommuniziert und stört im gleichen Maße. Er erzeugt Bindung und bricht sie, kann Intimität herstellen und sie wieder zerstören. Er ist ein klaffendes Loch und enthält dennoch eine ganz eigene Welt. In der neuen Performance „vocal collisions (variations on the mouth)“, die an ihre Werkserie „Glitch Choir“ anknüpft, untersucht Deva Schubert die unterschiedlichen Facetten des Mundes durch eine stimmliche Choreografie aus mikrotonalen Klängen. Der Mund wird hier zugleich zum Resonanzraum und zum Instrument. Begleitet von einem Soundtrack von Davide Luciani bilden fünf Darsteller*innen wechselnde stimmliche Konstellationen und changieren dabei zwischen Sanftheit und Konfrontation.
Deva Schubert ist Choreografin und Künstlerin in Berlin. Sie studierte Tanz in Salzburg, Kassel, Kopenhagen und am HZT Berlin sowie Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel. Ihre Werke bewegen sich an der Schnittstelle von Tanz, Installation und digitalen Medien und behandeln Fragen von Intimität, Kollektivität und transdisziplinären Synergien. Als Tänzerin arbeitete sie u.a. für Isabelle Schad, Michael Portnoy und Julie Favreau bei Festivals wie der Venedig Biennale, der documenta 14 oder dem Steirischen Herbst. Ihr Werk „Glitch Choir" wurde 2024 mit dem ImPulsTanz Young Choreographers' Award ausgezeichnet und u.a. im Haus der Kunst München und in den Sophiensælen Berlin gezeigt.
PERFORM! wird kuratiert von Klaus Biesenbach, Direktor der Neuen Nationalgalerie, mit Lisa Botti, Kuratorin an der Neuen Nationalgalerie und Gregor Quack, Volkswagen Group Curator.
Die American Academy in Berlin ist Partner von PERFORM! 2026.