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C.B. Evans: Reality or Not

Die künstlerische Praxis von C.B. Evans beschäftigt sich mit den Strukturen der digitalen Welt und ihren Auswirkungen auf unsere Gegenwart.

Anstatt diese Strukturen durch Abstraktion oder Entfremdung zu betrachten, wenden sich C.B. Evans Filme, Installationen, Skulpturen und Collagen dem intimen Terrain menschlicher Emotionen zu und untersuchen deren Wert und unvermeidliche Auflehnung, wenn sie mit ideologischen, physischen und technologischen Strukturen in Berührung kommen. Das Werk greift die Momente auf, in denen Emotionen ins Stocken geraten, sich widersetzen oder im Angesicht solcher Kräfte eine neue Form finden.

Mit einem Stilmix aus Animationstechniken, inszenierten Spielfilmsequenzen und Found Footage stellen Evans’s Filme das Erzählen in den Mittelpunkt. Politik, Literatur, Kino und Popkultur dienen als Einstiegspunkte in spekulative Narrative. Evans’s erste Einzelausstellung in Berlin dreht sich um den Film Reality or Not (2023), der die Produktion von Realität unter Bedingungen untersucht, die durch Unterhaltungs-, Algorithmus- und Bildökonomien geprägt sind – allesamt im Wettbewerb um die Kontrolle über das Narrativ.  

Die Ausstellung "Reality or Not" begleitet eine Gruppe von SchülerInnen aus einem Vorort nördlich von Paris. Sie werden von einem amerikanischen Produzenten eingeladen, an einer Reality-TV-Show teilzunehmen, beginnen jedoch zunehmend, ihre eigene Realität abzulehnen. Ihre Geschichte der Radikalisierung wird vom Produzenten selbst (C.B. Evans) beeinflusst und von ihrer ehemaligen Lehrerin (Alexandra Stewart) erzählt. Gleichzeitig entwickeln die Jugendlichen eine Praxis des sogenannten „World Jumping“, durch die sich der Film zwischen verschiedenen Realitätsebenen bewegt.

Laufzeit: Sa, 13.06.2026 bis So, 16.08.2026

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