Anna Bogouchevskaia, Gudny Gudmundsdottir, Jonathan Meese: Trio des Wahnsinns
In der Ausstellung in der Noack Galerie wird Kunst als Ort von Freiheit thematisiert und auf ihre Fähigkeit hin befragt, Identitäten zu vervielfältigen, aufzulösen und neu zu formieren.
In der gemeinsamen Ausstellung Trio des Wahnsinns treten Malereien, Skulpturen und Papierarbeiten von Anna Bogouchevskaia (*1966, Moskau), Gudny Gudmundsdottir (*1970 Reykjavik), und Jonathan Meese (*1970, Tokyo) in einen experimentell angelegten Trialog und stellen Fragen
nach dem Verhältnis von Identität, Freiheit und dem transformierenden Potenzial
künstlerischer Praxis.
Die Dreiteilung ist dabei ebenso konzeptueller
Ausgangspunkt wie strukturgebendes Motiv. Als „magische“ Zahl und kulturell und
mythologisch tief verankerte Konstante verweist die Drei zugleich auf religiöse
Dreifaltigkeit wie auf zeitliche Ordnungen von Vergangenheit, Gegenwart und
Zukunft. In der Märchen- und Sagentradition markiert die Dreigliederung
Prüfungen und Wendepunkte, während seit Erfindung der Psychoanalyse auch das
Subjekt selbst in einer Dreispaltung gedacht wird. In Trio des Wahnsinns wirkt
die Drei als leise Referenz und atmosphärischer Rahmen, der Entgrenzung,
Differenz und gegenseitige Ergänzung in ein offenes Verhältnis setzt. Die Kunst
wird als Ort von Freiheit thematisiert und auf ihre Fähigkeit hin befragt,
Identitäten zu vervielfältigen, aufzulösen und neu zu formieren.
Bogouchevskaia, Gudmundsdottir und Meese arbeiten mit jeweils eigenen
Bildsprachen und Interessenfeldern, die von körperbezogenen, psychologisch
aufgeladenen Setzungen bis hin zu ikonografischen Verdichtungen reichen.
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 12 bis 16 Uhr, Freitag von 10 bis 13 Uhr
Laufzeit: Fr, 05.12.2025 bis Do, 07.05.2026
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