Mit der Ausstellung Ästhetik als politische Strategie zeichnet das Kunsthaus Dahlem den Weg der jugoslawischen Kunst vom Sozialistischen Realismus zur Abstraktion zwischen 1945 und 1960 nach. Während auch breitere Entwicklungen im jugoslawischen kulturellen Kontext dieser Zeit betrachtet werden, liegt der Fokus auf Künstler:innen aus Kroatien. Anhand bedeutender Werke aus dem Nationalmuseum für Moderne Kunst (NMMU) in Zagreb wird deutlich, wie sich durch politische Umbrüche in Jugoslawien in dieser Zeit eine einzigartige künstlerische Sprache entwickelte.
Mit dieser ästhetischen Entwicklung sind jedoch auch dramatische politische Erfahrungen verbunden. Während Jugoslawien sich vorsichtig dem Westen annäherte, behauptete die Kommunistische Partei im Inneren vollständig ihre Macht. Daher ging die Etablierung der sozialistischen Herrschaft mit Repression, Gewalt und der brutalen Verfolgung politischer Gegner einher.
So wird die Ausstellung nicht nur die Entwicklung von einer staatsnahen, figürlichen Kunst bis hin zu freien, abstrakten Bildsprachen veranschaulichen, sondern es werden auch Künstler:innen vorgestellt, die zwischen politischer Kontrolle und künstlerischer Freiheit ihren eigenen Ausdruck suchten.
Die Auswahl umfasst Skulpturen, Gemälde, Arbeiten auf Papier sowie Medaillen und Ephemera.
Kurator:innen: Branko Franceschi (Direktor, NMMU) und Marta Radman (Kuratorin, NMMU)
Künstler:innen
Antun Augustinčić, Vojin Bakić, Marijan Detoni, Dušan Džamonja, Ivo Gattin, Ivan Jeger, Ksenija Kantoci, Julije Knifer, Slavko Kopač, Vladimir Kristl, Ferdinand Kulmer, Milena Lah, Aurelije Lukežić, Valerije Michieli, Edo Murtić, Ivan Paleka, Šime Perić, Ivan Picelj, Vanja Radauš, Božidar Rašica, Ivan Sabolić, Aleksandar Srnec, Marino Tartaglia und Josip Vaništa.
Förderung
Freundeskreis Kunsthaus Dahlem – Bernhard Heiliger e. V.
Kooperationspartner
Nacionalni muzej moderne umjetnosti (Nationalmuseum für Moderne Kunst in Zagreb)
Laufzeit: Fr, 20.03.2026 bis So, 21.06.2026