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100 Beste Plakate 25

Die einhundert besten Plakate des Jahres 2025 sind da! Vom Mitte Juni bis Anfang Juli 2026 werden die Gewinnermotive des Wettbewerbs „100 Beste Plakate 25“ am Kulturforum ausgestellt. Sie zeigen das Neueste und Aufregendste im aktuellen Grafikdesign.

  • 100 Beste Plakate 25 Deutschland Österreich Schweiz, Keyvisual

    100 Beste Plakate 25 Deutschland Österreich Schweiz, Keyvisual

  • Benoît Brun, ECAL Open Day 2025, Plakat (Digitaldruck), 2025

    Benoît Brun, ECAL Open Day 2025, Plakat (Digitaldruck), 2025

  • Lewin Harnisch, Eat The Filthy Rich, Plakat (Digitaldruck), 2025

    Lewin Harnisch, Eat The Filthy Rich, Plakat (Digitaldruck), 2025

  • Anastasia Temirkhan, La Bohème, Plakat (Digitaldruck, 2025

    Anastasia Temirkhan, La Bohème, Plakat (Digitaldruck, 2025

  • PEACH Wien (Birgit Vollmeier, Yudi Warsosumarto, Léon Meier, Anastasia Nefedova), Salon d’Amour Amsterdam, Plakat (Digitaldruck), 2025

    PEACH Wien (Birgit Vollmeier, Yudi Warsosumarto, Léon Meier, Anastasia Nefedova), Salon d’Amour Amsterdam, Plakat (Digitaldruck), 2025

Der Wettbewerb „100 Beste Plakate D A CH“ feiert dieses Jahr sein 25. Jubiläum. 2001 wurde er im Zusammenschluss der drei Länder Deutschland, Österreich und Schweiz neu gegründet. Seit 2008 ist die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin ausrichtender Partner für die Erstpräsentation der jährlichen Gewinnerschau in der Hauptstadt. Auch 2026 war die Beteiligung am Wettbewerb hoch, mit 2.297 Einzel- und Serienplakaten des Vorjahres, eingereicht von 676 Studios und Gestalter*innen. Das Kulturplakat ist stark vertreten.

Internationale Jury

Wie stets lag die Auswahl der „100 Besten Plakate“ in den Händen einer international besetzten Jury. Diesmal wählten folgende Designer*innen aus: Enrico Bravi (Wien), Malte Martin (Paris), Sascia Reibel (Berlin), Sven Tillack (Stuttgart) und Annik Troxler (Riehen bei Basel).
Die Jury prämierte 30 Arbeiten aus Deutschland, 62 aus der Schweiz und 8 aus Österreich, von Auftragswerken bis zu studentischen Projekten. Gestalterisch zeigt sich 2025 als ein selbstbewusster Jahrgang, der in minimalistischer Typografie und Schwarz-Weiß ebenso überzeugend auftritt wie in großen Bildgesten und expressiven Farbkonstellationen.

Grafikdesign mit Botschaft

Die diesjährige Jury hat sich jedoch nicht nur auf formalästhetische Qualitäten konzentriert, sondern auch ein Schlaglicht auf gesellschaftskritische Inhalte gesetzt: Es wird in kräftigen Lettern und lauten Farben zum Umdenken und Widerstand aufgefordert, für Menschenwürde und queere Rechte protestiert, Mut zur Wut gemacht. Zum 1. Mai demonstrieren untergehakte Buchstaben für „Solidarität statt Hetze“, ein „Für Alle“ aus Spitze verbildlicht sozialdemokratische Ziele und eine Blüte aus Händen die Schönheit des kollektiven human touch. „Buy Buy Culture“ und „Degrowth“ fordern Alternativmodelle zum Kapitalismus, während sich der Text der klimakritischen Ausstellung „keep cool“ in kleinste Schattenflächen drängen muss und Greenpeace den Countdown einläutet. Das gut gestaltete Plakat zeigt wieder seine Kraft als politischer Botschaftsträger.

Materialitäten

Faszinierend ist die Fülle an (analogen) Materialien und Techniken, die Eingang in die (digitale) Plakatgestaltung finden. Die experimentelle Bandbreite ist groß: Von Stroboskop-Bildern aus Olivenöl, Schmutz und Kreide über Fingerschrift in Tusche bis hin zu Pen-Plottern. Eine Plakatserie arbeitet mit Kressesamen, um „Unsere Klimaziele“ in ein lebendiges Bild zu übersetzen. Beim Drucken kommen Risografie und Siebdruck ebenso zum Einsatz wie Kraftpapier und Glanzlacke. Für den „Salon d’Amour“ dienten komplexe Collagen aus Fotos textiler Performance-Masken als Plakatmotive. Grafikdesign umarmt künstlerische Praxis ganz ohne Berührungsängste.

Laufzeit: Fr, 12.06.2026 bis So, 05.07.2026

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